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<title>Linksextremismus</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Linksextremismus</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Linksextremismus</b> ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Gruppen und Organisationen. Vor allem werden die <a href="Marxismus" title="Marxismus">marxistischen</a> und <a href="Anarchismus" title="Anarchismus">anarchistischen</a> Vereinigungen damit markiert, die zur Erzielung von <a href="Egalitarismus" title="Egalitarismus">sozialer Gleichheit</a> die Gesellschaftsordnung in <a href="Kapitalismus" title="Kapitalismus">kapitalistisch</a> organisierten <a href="Staat" title="Staat">Staaten</a> ablehnen. Viele Definitionsversuche sehen die Trennlinie des Linksextremismus zum <a href="Linksradikalismus" title="Linksradikalismus">Linksradikalismus</a> in der Akzeptanz von Gewalt und der Ablehnung des modernen <a href="Verfassungsstaat" title="Verfassungsstaat">Verfassungsstaates</a> beziehungsweise, speziell in Deutschland, der <a href="Freiheitliche_demokratische_Grundordnung" title="Freiheitliche demokratische Grundordnung">freiheitlich demokratischen Grundordnung</a>. Der Begriffsbestandteil <i><a href="Extremismus" title="Extremismus">Extremismus</a></i> ist eine Fremdzuschreibung. Als linksextremistisch eingeordnete Gruppen und Personen weisen diese Einordnung meist von sich, betonen teils eine demokratische Grundeinstellung und bezeichnen sich anders, etwa als Angehörige der „radikalen Linken“.
</p><p>Der Begriff <i>Linksextremismus</i> fand in Deutschland seit den 1970er Jahren zuerst beim <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz" title="Bundesamt für Verfassungsschutz">Verfassungsschutz</a> und später insbesondere in der <a href="Extremismusforschung" class="mw-redirect" title="Extremismusforschung">Extremismusforschung</a> Verbreitung, während er in anderen Teilen der Wissenschaft auf Grund vielfältiger Kritik abgelehnt wird. Dabei wird der Begriff als unscharf und damit missbrauchsanfällig genauso wie als <a href="Normativ" title="Normativ">normativ</a> und für Wissenschaft und Präventionsarbeit ungeeignet kritisiert. In der <a href="Geschichtswissenschaft" title="Geschichtswissenschaft">Geschichtswissenschaft</a> findet der Begriff deshalb selten Verwendung. Weiter wird von einigen <a href="Politikwissenschaft" title="Politikwissenschaft">Politikwissenschaftlern</a> bemängelt, dass der Begriff eine Gleichsetzung der egalitären Ziele des Linksextremismus mit den antiegalitären Zielen des <a href="Rechtsextremismus" title="Rechtsextremismus">Rechtsextremismus</a> suggeriere. Kritiker des Begriffs verwenden an seiner Stelle oft „<a href="Linksradikalismus" title="Linksradikalismus">Linksradikalismus</a>“ oder „linke Militanz“. Der Verfassungsschutz in Deutschland beobachtet von ihm als Linksextremisten betrachtete <a href="Politische_Partei" title="Politische Partei">Parteien</a>, Presseerzeugnisse, <a href="Gewerkschaft" title="Gewerkschaft">Gewerkschaften</a>, Gruppen und Einzelpersonen. Dabei sind Änderungen dieser Einschätzungen (teils nach Klagen oder öffentlichem Druck) häufig, Begründungen für diese bleiben jedoch aus. Terrororganisationen, wie die <a href="Rote_Armee_Fraktion" title="Rote Armee Fraktion">Rote Armee Fraktion</a> oder die <a href="Bewegung_2._Juni" title="Bewegung 2. Juni">Bewegung 2. Juni</a>, werden als linksextremistisch bezeichnet.
</p><p>Eine Kategorisierung als „linksextrem“ kann eine Organisation in ihrer Existenz bedrohen, auch wenn die Kategorisierung umstritten ist und zurückgezogen wird. Sie hat damit erheblichen Einfluss auf die demokratische Willensbildung.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grundlagen_des_Begriffs_„Linksextremismus“"><span id="Grundlagen_des_Begriffs_.E2.80.9ELinksextremismus.E2.80.9C"></span>Grundlagen des Begriffs „Linksextremismus“</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Extremismus#Kritik_des_Begriffes" title="Extremismus">Extremismus: Kritik des Begriffes</a></div>
<p>Seit den 1970er Jahren werden im deutschen Verfassungsschutzbericht Gruppen als „extremistisch“ bezeichnet, die als Gegner der <a href="Freiheitliche_demokratische_Grundordnung" title="Freiheitliche demokratische Grundordnung">Freiheitlich Demokratischen Grundordnung</a> (FDGO) wahrgenommen werden. Seitdem hat sich in Deutschland auf der einen Seite eine Extremismusforschung herausgebildet, die eng mit Sicherheitsbehörden und ihren Definitionen verknüpft ist,<sup id="cite_ref-:4_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auf der anderen Seite haben Wissenschaftler verschiedenster Richtungen den Begriff als wenig trennscharf, wertend, mit Rechtsextremismus gleichsetzend, für Präventionsarbeit und Geschichtswissenschaften nicht-hilfreich und in seinen Auswirkungen potentiell antidemokratisch kritisiert.<sup id="cite_ref-:5_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-:5-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:4_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:3_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während einige Wissenschaftler, besonders aus der <a href="Extremismusforschung" class="mw-redirect" title="Extremismusforschung">Extremismusforschung</a>, an dem Begriff festhalten und die Kritik zurückweisen,<sup id="cite_ref-PfahlTraughber20_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber20-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sind andere dazu übergegangen die Begriffe „Linke Militanz“ oder Linksradikalismus an seiner Stelle zu verwenden.<sup id="cite_ref-:5_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-:5-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:3_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:2_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:4_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fuhrmann weist in <a href="Jahrbuch_Extremismus_%26_Demokratie" title="Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie">Extremismus &amp; Demokratie</a> zudem darauf hin, dass die Extremismusforschung in Deutschland auf wenige Lehrstühle begrenzt ist, teils personell mit den Sicherheitsbehörden verbunden ist und trotz ihrer randständigen wissenschaftlichen Bedeutung einen „vergleichsweise großen Einfluss auf den politischen Diskurs“ hat. So arbeitete auch der in diesem Artikel vielfach zitierte Autor <a href="Armin_Pfahl-Traughber" title="Armin Pfahl-Traughber">Armin Pfahl-Traughber</a> für den Verfassungsschutz.<sup id="cite_ref-:4_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während die wissenschaftliche Verwendung des Begriffs „Linksextremismus“ demnach umstritten ist, wird der Begriff weiter von Sicherheitsbehörden in Deutschland, beispielsweise in den Verfassungsschutzberichten, genutzt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz schreibt einleitend über „Linksextremisten“, dass diese „die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen“ wollen und an ihre Stelle „ein kommunistisches System“ oder eine „anarchistische Gesellschaft“ etablieren wollen. Hierfür seien sie grundsätzlich bereit, auch Gewalt anzuwenden. Politische Handlungsfelder wie <a href="Antifaschismus" title="Antifaschismus">Antifaschismus</a> oder <a href="Gentrifizierung" title="Gentrifizierung">Proteste gegen Gentrifizierung</a> sind aus Sicht des Verfassungsschutzes für Linksextremisten „austauschbar“ und würden nur der „Umsetzung der ideologischen Vorstellungen dienen.“<sup id="cite_ref-:6_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-:6-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Begriff <i>Linksextremismus</i> wird demnach von Sicherheitsbehörden und einigen Wissenschaftlern als Sammelbezeichnung für heterogene politische Strömungen, Gruppen und Menschen verwendet, die sich auf den <a href="Anarchismus" title="Anarchismus">Anarchismus</a> oder auf den <a href="Marxismus" title="Marxismus">Marxismus</a> beziehen. Anarchismus und Marxismus gemeinsam ist das Streben nach einer herrschafts- und klassenlosen Gesellschaft, sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Perspektive auf den Staat: Während der Anarchismus den Staat als Herrschaftsinstrument ablehnt, will der Marxismus ihn nutzen, um die gemeinsame Utopie zu erreichen.<sup id="cite_ref-:1_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Anarchismus" title="Anarchismus">Anarchisten</a> setzen sich dabei gegen jegliche Form von menschlicher <a href="Herrschaft" title="Herrschaft">Herrschaft</a> über andere Menschen ein. Anstelle des <a href="Parlamentarismus" title="Parlamentarismus">Parlamentarismus</a> fordern Anarchisten eine <a href="Basisdemokratie" title="Basisdemokratie">basisdemokratische</a> Gesellschaft.<sup id="cite_ref-:6_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-:6-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Lehren des Anarchismus sind dabei älter als die des Marxismus und standen historisch immer wieder mit diesem im Konflikt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Anarchismus kennt eine Vielzahl von Strömungen (u.&nbsp;a. <a href="Individualistischer_Anarchismus" title="Individualistischer Anarchismus">Individualistischer</a>, <a href="Kollektivistischer_Anarchismus" title="Kollektivistischer Anarchismus">Kollektivistischer</a>, <a href="Kommunistischer_Anarchismus" title="Kommunistischer Anarchismus">Kommunistischer</a> und <a href="Anarchosyndikalismus" title="Anarchosyndikalismus">Anarchosyndikalismus</a>).<sup id="cite_ref-:1_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Entsprechend der Vielfalt des Anarchismus bezieht sich eine Vielzahl theoretischer Strömungen auf die Lehren von <a href="Karl_Marx" title="Karl Marx">Karl Marx</a>. Zu diesen gehören neben der <a href="Sozialdemokratie" title="Sozialdemokratie">Sozialdemokratie</a> auch kommunistische Denkschulen wie der <a href="Leninismus" title="Leninismus">Leninismus</a>, der <a href="Stalinismus" title="Stalinismus">Stalinismus</a> (bzw. <a href="Marxismus-Leninismus" title="Marxismus-Leninismus">Marxismus-Leninismus</a>), <a href="Trotzkismus" title="Trotzkismus">Trotzkismus</a>, <a href="Maoismus" title="Maoismus">Maoismus</a> und <a href="Rosa_Luxemburg#Politisches_Denken_und_Handeln" title="Rosa Luxemburg">das politische Denken Rosa Luxemburgs</a>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Marx’ Werk findet dabei aber auch über politische Lager hinweg Anerkennung und hat bedeutende wissenschaftliche Anstöße gegeben. So kann die Berufung auf Marx selbst nicht als „linksextremistisch“ gelten.<sup id="cite_ref-:8_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-:8-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Armin Pfahl-Traughber meint jedoch, dass eine besonders <a href="Dogma" title="Dogma">dogmatische</a> Orientierung an Marx’ Werk mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer „diktatorischen oder extremistischen“ Positionierung einhergehen könnte.<sup id="cite_ref-:8_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-:8-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere weisen darauf hin, dass eben diese mangelnde Trennschärfe des Begriffs dazu führen kann, dass demokratische Kritik am bestehenden System als linksextrem diffamiert und überwacht werden kann.<sup id="cite_ref-:5_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-:5-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:4_1-4" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Obwohl sprachlich ein Unterschied zwischen linksextremistisch und linksextrem besteht, werden beide Wörter oft <a href="Synonym" title="Synonym">synonym</a> verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wissenschaftlicher_Diskurs">Wissenschaftlicher Diskurs</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gesamtdarstellungen_und_Forschungsstand">Gesamtdarstellungen und Forschungsstand</h3></div>
<p>Zum Forschungsbereich liegen mehrere politikwissenschaftliche <a href="Monografie" title="Monografie">Monografien</a> vor. Ein zum Teil überholter und in Definition und Theorie lückenhafter Band ist der von <a href="Patrick_Moreau" title="Patrick Moreau">Patrick Moreau</a> und <a href="J%C3%BCrgen_P._Lang" title="Jürgen P. Lang">Jürgen P. Lang</a> (<i>Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr</i>, 1996).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber6f_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber6f-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2002 erschien das Werk <i>Handbuch des Linksextremismus</i> durch <a href="Hans-Helmuth_Kn%C3%BCtter" title="Hans-Helmuth Knütter">Hans-Helmuth Knütter</a> und <a href="Stefan_Winckler" title="Stefan Winckler">Stefan Winckler</a>. Dieses erfüllt nach Ansicht von Armin Pfahl-Traughber nicht die Voraussetzungen eines <a href="Handbuch" title="Handbuch">Handbuchs</a> und wird eher als ein ideologisches Werk von „rechts außen“ eingeordnet.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber6f_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber6f-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Definitionen und analytische Untersuchungen erfolgten zum Beispiel bei <a href="Harald_Bergsdorf" title="Harald Bergsdorf">Harald Bergsdorf</a> und <a href="Rudolf_van_H%C3%BCllen" title="Rudolf van Hüllen">Rudolf van Hüllen</a>, die jedoch zunächst nur den Begriff <i>linksextrem</i> verwendeten,<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gelegentlich in Polemik verfielen und sehr auf die Partei <a href="Die_Linke" title="Die Linke">Die Linke</a> fokussierten.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber6f_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber6f-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2014 veröffentlichte der Politikwissenschaftler und Verfassungsschutzmitarbeiter <a href="Armin_Pfahl-Traughber" title="Armin Pfahl-Traughber">Armin Pfahl-Traughber</a> den einführenden Band: <i>Linksextremismus in Deutschland</i>.
</p><p>Der aktuelle Forschungsstand umfasst den parteipolitischen, den subkulturellen, den terroristischen und den gesellschaftlichen Linksextremismus. Oft erfolgt ein Rückgriff auf <a href="Verfassungsschutzbericht" title="Verfassungsschutzbericht">Verfassungsschutzberichte</a> des Bundes oder der Länder.
</p><p>Empirische Untersuchungen zur Akzeptanz von Linksextremismus in der Bevölkerung sind rar und umstritten.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Studie (1984) des <a href="Institut_f%C3%BCr_Demoskopie_Allensbach" title="Institut für Demoskopie Allensbach">Instituts für Demoskopie Allensbach</a> ergab, dass 12,4 Prozent der 18- bis 24-jährigen Linksextremisten seien.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere Erhebungen erfolgten durch die <a href="Konrad-Adenauer-Stiftung" title="Konrad-Adenauer-Stiftung">Konrad-Adenauer-Stiftung</a> (2009 und 2012).<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund von mangelhaften und fehlenden Erkenntnissen wurde 2014 durch Beschluss der <a href="Innenministerkonferenz" title="Innenministerkonferenz">Innenministerkonferenz</a> (IMK) eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Klaus_Schroeder" title="Klaus Schroeder">Klaus Schroeder</a> und Monika Deutz-Schroeder von der <a href="FU_Berlin" class="mw-redirect" title="FU Berlin">FU Berlin</a> veröffentlichten 2015 die empirische Studie <i>Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!</i>.<sup id="cite_ref-Schroeder_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schroeder-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von einigen Wissenschaftlern wird jedoch bezweifelt, ob sie wie behauptet linksextreme Einstellungen misst.<sup id="cite_ref-:0_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Übersicht:_Wissenschaftlicher_Diskurs_in_Deutschland"><span id=".C3.9Cbersicht:_Wissenschaftlicher_Diskurs_in_Deutschland"></span>Übersicht: Wissenschaftlicher Diskurs in Deutschland</h3></div>
<p>Die <a href="Extremismus" title="Extremismus">Extremismusforschung</a> in Deutschland, die seit Mitte/Ende der 1980er Jahre lose über das von <a href="Uwe_Backes" title="Uwe Backes">Uwe Backes</a> und <a href="Eckhard_Jesse" title="Eckhard Jesse">Eckhard Jesse</a> herausgegebene <i><a href="Jahrbuch_Extremismus_%26_Demokratie" title="Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie">Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie</a></i> verbunden ist, bezieht ihren Extremismusbegriff auf die normative „<a href="Freiheitliche_demokratische_Grundordnung" title="Freiheitliche demokratische Grundordnung">freiheitliche demokratische Grundordnung</a>“ (FDGO) und schafft mit <a href="Demokratie" title="Demokratie">Demokratie</a> und Extremismus ein „antithetisches Begriffspaar“.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1989 erweiterte Backes die obige Negativdefinition und formulierte Gemeinsamkeiten in der Ablehnung der FDGO. Er nannte dazu unter anderem <a href="Absolutheitsanspruch" title="Absolutheitsanspruch">Absolutheitsansprüche</a>, <a href="Dogmatismus" class="mw-redirect" title="Dogmatismus">Dogmatismus</a>, <a href="Utopismus" class="mw-redirect" title="Utopismus">Utopismus</a>, Freund-Feind-Stereotype, <a href="Verschw%C3%B6rungstheorie" title="Verschwörungstheorie">Verschwörungstheorien</a>, <a href="Fanatismus" title="Fanatismus">Fanatismus</a> und <a href="Aktivismus" title="Aktivismus">Aktivismus</a>.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch der Politikwissenschaftler und Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber entwickelte eine ähnliche Systematik für extremistische Ideologien (links, rechts und religiös) mit folgenden Elementen: exklusiver Erkenntnisanspruch, dogmatischer Absolutheitsanspruch, essentialistisches Deutungsmonopol, holistische Steuerungsabsichten, deterministisches Geschichtsbild, identitäre Gesellschaftskonzeption, dualistischer <a href="Rigorismus" title="Rigorismus">Rigorismus</a> und fundamentale Verwerfung.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Demgegenüber kritisierten Forscher wie <a href="Wolf-Dieter_Narr" title="Wolf-Dieter Narr">Wolf-Dieter Narr</a> (1980), <a href="Wolfgang_Rudzio" title="Wolfgang Rudzio">Wolfgang Rudzio</a><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1986), <a href="Manfred_Funke" title="Manfred Funke">Manfred Funke</a><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1986) und <a href="Christoph_Kopke" title="Christoph Kopke">Christoph Kopke</a> (2000) das Extremismusverständnis als „politischen Kampfbegriff“.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Helga_Grebing" title="Helga Grebing">Helga Grebing</a><sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1971), <a href="Hans-Gerd_Jaschke" title="Hans-Gerd Jaschke">Hans-Gerd Jaschke</a><sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1994), <a href="Gero_Neugebauer" title="Gero Neugebauer">Gero Neugebauer</a><sup id="cite_ref-Neugebauer_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-Neugebauer-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2000) und <a href="Christoph_Butterwegge" title="Christoph Butterwegge">Christoph Butterwegge</a><sup id="cite_ref-Butterwegge_31-0" class="reference"><a href="#cite_note-Butterwegge-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2010) sahen eine unschickliche Gleichsetzung von Begriffen.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jaschke<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1991), Neugebauer<sup id="cite_ref-Neugebauer_30-1" class="reference"><a href="#cite_note-Neugebauer-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2000) und Butterwegge<sup id="cite_ref-Butterwegge_31-1" class="reference"><a href="#cite_note-Butterwegge-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2010) kritisierten weiterhin Defizite im analytischen Bereich.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber20_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber20-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es erwiderten u.&nbsp;a. Backes und Jesse<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2001) und <a href="Mathias_Brodkorb" title="Mathias Brodkorb">Mathias Brodkorb</a><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (2011).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber20_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber20-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Wissenschaftler argumentierten, dass es sich beim Extremismusbegriff weniger um einen Kampfbegriff als vielmehr um ein auch in anderen Diskursen angetroffenes <a href="Politisches_Schlagwort" title="Politisches Schlagwort">politisches Schlagwort</a> handle. Die aufgestellten Kriterien für die Kategorisierung wären hingegen hinreichend erklärt worden. Pfahl-Traughber warf den Kritikern vor, argumentationslose Einschätzungen getroffen zu haben. Auch werde keine Gleichsetzung oder Wertung betrieben, sondern es wurden lediglich „strukturelle Gemeinsamkeiten“ aufgezeigt. Weiterhin müssten in Zukunft weitere ursachenbezogenere Problemfelder analysiert werden, was jedoch nicht die Fixierung auf den demokratischen <a href="Verfassungsstaat" title="Verfassungsstaat">Verfassungsstaat</a> nichtig mache.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Versuche_einer_wissenschaftlichen_Definition_und_einer_Abgrenzung_des_Begriffs">Versuche einer wissenschaftlichen Definition und einer Abgrenzung des Begriffs</h3></div>
<p>Nachdem der Begriff „Extremismus“ Anfang der 1970er Jahre das erste Mal im Verfassungsschutzbericht auftauchte, begannen in den Folgejahren Wissenschaftler den Begriff auch außerhalb von staatlichen Kontexten zu nutzen und zu definieren.<sup id="cite_ref-:4_1-5" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erstmals wurde der Begriff 1986 durch Horst Heimann im <i>Lexikon des Sozialismus</i> unter dem Doppelstichwort <i>Linksradikalismus und Linksextremismus</i> aufgeführt: „Politische Gruppierungen und Tendenzen, die in Abgrenzung zum Lr. wegen ihrer Bereitschaft zur Gewaltanwendung als Linksextremistisch zu kennzeichnen sind, entstanden in der Bundesrepublik erst in der Zerfallsphase der Studentenbewegung: militant anarchistische und maoistische Gruppen […], die […] RAF und die Revolutionären Zellen […].“<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit diesem ersten Versuch einer Definition wurden eine Vielzahl von Definitionsversuchen gemacht, die die Verbindung einer linksradikalen Haltung mit der Offenheit für Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele und der Ablehnung eines „modernen Verfassungsstaates“, in Abgrenzung zum <a href="Linksradikalismus" title="Linksradikalismus">Linksradikalismus</a>, für charakteristisch für „Linksextremisten“ halten.<sup id="cite_ref-Schmidt_38-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:9_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-:9-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-PfahlTraughber_40-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere Definitionsversuche verzichteten auf eine klare Abgrenzung der beiden Begriffe.<sup id="cite_ref-:10_41-0" class="reference"><a href="#cite_note-:10-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:11_42-0" class="reference"><a href="#cite_note-:11-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Folgenden sollen die Versuche einer wissenschaftlichen Definition des „Linksextremismus“ dargestellt werden. Dabei ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der Begriff, wie auch der Extremismusbegriff insgesamt, nicht nur aufgrund seiner normativen Komponente umstritten ist und viele Forscher seine Verwendung ablehnen und stattdessen weltanschaulich neutrale Begriffe wie „Linke Militanz“ und Linksradikalismus verwenden.<sup id="cite_ref-:4_1-6" class="reference"><a href="#cite_note-:4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:2_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:3_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Max_Kaase" title="Max Kaase">Max Kaase</a> sprach 1992 von einer Erweiterung des <a href="Politisches_Spektrum" title="Politisches Spektrum">Rechts-Links-Spektrums</a> und führte im <i>Lexikon der Politik</i> unter dem Stichwort <i>Linksextremismus</i> aus: „Linksextremismus […] beinhaltet ein radikaldemokratisches, egalitäres Verständnis von Politik, während der Rechtsextremismus einer antidemokratischen, antiegalitären Position entspricht.“ Gleichzeitig merkte er an, dass sich diese seiner Meinung nach „analytisch außerordentlich sinnvolle Unterscheidung zwischen Radikalismus und Extremismus bisher noch nicht durchsetzen konnte.“<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Jesse betonte die Funktion des Begriffs „Linksextremismus“ als Sammelbezeichnung: „Unter die Sammelbezeichnung L. fallen Anarchisten, für die zentrale Organisationsformen generell von Übel sind, ‚autonome‘ Gruppierungen, die sich nicht an Autoritäten ausrichten und ein hohes Maß an Subjektivismus predigen – die Grenzen zum Terrorismus sind fließend – sowie verschiedenartige Spielarten des Kommunismus.“<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nachfolgend nahmen sich andere Nachschlagewerke einer Sammelbezeichnung an, verwiesen aber gleichzeitig auf die öffentliche Meinung und die Deutungshoheit staatlicher Institutionen (Bundesregierung/Verfassungsschutz) bei der Kategorisierung (2003) sowie die synonyme Verwendbarkeit mit dem <i>Linksradikalismus</i> (2001, 2007 und 2008).<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Begriff Linksextremismus hat sich etabliert und wird nunmehr in jüngeren politikwissenschaftlichen (und auch <a href="Kriminalistik" title="Kriminalistik">kriminalistischen</a>) <a href="Fachlexikon" title="Fachlexikon">Fachlexika</a> in Bezug auf die verfassungsrechtliche und politische Sichtweise weitestgehend einheitlich verstanden, so heißt es im renommierten <i><a href="W%C3%B6rterbuch_zur_Politik" title="Wörterbuch zur Politik">Wörterbuch zur Politik</a></i> (3. Auflage, 2010): „L. [ist] die gesinnungsmäßig bekundete oder durch Einstellung und Verhalten zum Ausdruck gebrachte aktive Gegnerschaft zum demokratischen Verfassungsstaat, die meist mit Akzeptanz von Gewalt als Mittel der Politik kombiniert ist.“<sup id="cite_ref-Schmidt_38-1" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sozialwissenschaftlich gehe es um ein „radikales, egalitäres Verständnis von Politik“.<sup id="cite_ref-Schmidt_38-2" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einige Wissenschaftler, wie die US-Amerikaner <a href="Seymour_Martin_Lipset" title="Seymour Martin Lipset">Seymour Martin Lipset</a> und Earl Raab, meinen einen „am äußersten linken Flügel angesiedelten Antipluralismus und ideologischen Monoismus“ sowie eine „Nähe eines Teils der Anhänger des L. zum Terrorismus“ zu erkennen.<sup id="cite_ref-Schmidt_38-3" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Definition im <i><a href="Kleines_Lexikon_der_Politik" title="Kleines Lexikon der Politik">Kleinen Lexikon der Politik</a></i> (2011) lautet: „[Linksextremismus] ist nach allg. Auffassung als Sammelbegriff für Einstellungen am äußersten linken Ende des Rechts-Links-Spektrums polit. Orientierungen. Linksextremisten lehnen (wie auch Rechtsextremisten) den bestehenden demokratischen Verfassungsstaat und die vorhandene Gesellschaftsordnung ab.“<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch im <i>Politiklexikon</i> (2011) wird der „Linksextremismus“ durch <a href="Klaus_Schubert_(Politikwissenschaftler%2C_1951)" title="Klaus Schubert (Politikwissenschaftler, 1951)">Klaus Schubert</a> als eine „fundamentale, politisch-ideologische Ablehnung des modernen demokratischen Verfassungsstaates durch Personen oder Gruppen, die der äußersten Linken des politischen Spektrums zugerechnet werden“ definiert. Er führt fort, dass Linksextremismus „Gewalt gegen Personen und Sachen als Mittel der politischen Auseinandersetzung“ akzeptiere und anwende.<sup id="cite_ref-:9_39-1" class="reference"><a href="#cite_note-:9-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <i>Kriminalistik-Lexikon</i> (4. Auflage, 2011) ist zu lesen, dass Linksextremismus ein „aus einer fundamentalistischen Grundeinstellung […] resultierendes Handeln [sei], das ideologisch in unterschiedlicher Weise von marxistischen, linkssozialistischen und rätekommunistischen, teils aus libertären und autonomen Auffassungen […] bestimmt ist. [Wie auch der Rechtsextremismus] ist der L. bereit zur Erreichung seiner Zielsetzungen gegen die Verfassung zu verstoßen.“<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Pfahl-Traughber definierte 2014 Linksextremismus als „eine Sammelbezeichnung für alle politischen Auffassungen und Bestrebungen, die im Namen der Forderung nach einer von sozialer Gleichheit geprägten Gesellschaftsordnung die Normen und Regeln eines modernen demokratischen Verfassungsstaates ablehnen.“ Er betont darüber hinaus, dass nicht die Ziele (nämlich die soziale Gleichheit), sondern die angewandten Mittel im Zentrum der Definition von Linksextremismus steht.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber_40-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einem Dossier der <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> (bpb) zum Thema Linksextremismus hieß es bis 2020, dass sozialistische und kommunistische Bewegungen „im Unterschied zum Rechtsextremismus […] die <a href="Liberalismus" title="Liberalismus">liberalen</a> Ideen von <a href="Freiheit%2C_Gleichheit%2C_Br%C3%BCderlichkeit" title="Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit">Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit</a>“ teilen, aber auf ihre Weise uminterpretieren. Diese Formulierung, die auf den Politikwissenschaftler <a href="Hans-Gerd_Jaschke" title="Hans-Gerd Jaschke">Hans-Gerd Jaschke</a> zurückgeht, wurde von verschiedenen Medien kritisiert. Die <i><a href="Bild-Zeitung" class="mw-redirect" title="Bild-Zeitung">Bild-Zeitung</a></i> schrieb von „Verharmlosung des Kommunismus“. Daraufhin intervenierte das <a href="Bundesministerium_des_Innern%2C_f%C3%BCr_Bau_und_Heimat" class="mw-redirect" title="Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat">Bundesministerium des Innern</a> unter <a href="Horst_Seehofer" title="Horst Seehofer">Horst Seehofer</a>, dem die <a href="Fachaufsicht" title="Fachaufsicht">Fachaufsicht</a> über die bpb obliegt, und setzte schließlich durch, dass in dem Dossier nun keine wissenschaftliche Definition mehr angeboten wird, sondern die der Sicherheitsbehörden. Dies wurde als Angriff auf die Unabhängigkeit der bpb kritisiert.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Politiklexikon der Bundeszentrale für politische Bildung definiert Linksextremismus als „Ablehnung des modernen demokratischen Verfassungsstaates“ durch die „äußerste Linke“. Linksextremisten akzeptieren laut dem Politiklexikon Gewalt „als Mittel der politischen Auseinandersetzung“ oder wenden sie selbst an.<sup id="cite_ref-:10_41-1" class="reference"><a href="#cite_note-:10-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Definition ist dabei unscharf zum <a href="Linksradikalismus" title="Linksradikalismus">Linksradikalismus</a> abgegrenzt, der laut demselben Lexikon auf eine eventuell gewalttätige „radikale Veränderung der politischen Ordnung“ abzielt.<sup id="cite_ref-:11_42-1" class="reference"><a href="#cite_note-:11-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kritik_des_Begriffs_„Linksextremismus“"><span id="Kritik_des_Begriffs_.E2.80.9ELinksextremismus.E2.80.9C"></span>Kritik des Begriffs „Linksextremismus“</h3></div>
<p>Neben den Vertretern der Verwendung des Begriffs „Linksextremismus“ aus Wissenschaft und Sicherheitsbehörden gibt es eine Vielzahl von Kritikern, die die Verwendung des Begriffs aus unterschiedlichen Gründen ablehnen. Laut dem Politikwissenschaftler <a href="Eckhard_Jesse" title="Eckhard Jesse">Eckhard Jesse</a> ist der Begriff unter anderem deshalb umstritten, weil unter den Wortbestandteil <i>-extremismus</i> ganz unterschiedliche politische Richtungen fallen, die nur durch ihre Bereitschaft, mit Gewalt zu drohen oder sie anzuwenden, und durch ihre Gegnerschaft gegen den demokratischen Verfassungsstaat zusammengefasst würden.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Max Fuhrmann vom <a href="G%C3%B6ttinger_Institut_f%C3%BCr_Demokratieforschung" title="Göttinger Institut für Demokratieforschung">Göttinger Institut für Demokratieforschung</a> argumentiert, dass als linksextrem bezeichnete Menschen aufgrund der Vielfalt ihrer politischen Gesinnungen (von Tierrechtlern bis Stalinisten) kaum gemeinsame Einstellungen hätten. So fehle dem Begriff jegliche Trennschärfe, weshalb der Begriff so nicht wissenschaftlich nutzbar sei und die Gefahr der Vereinnahmung der Wissenschaft durch den Staat berge. In den Sozialwissenschaften werde er deshalb nur selten verwendet.<sup id="cite_ref-:0_19-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch die Bundesfachstelle Linke Militanz, die unter anderem vom <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Familie%2C_Senioren%2C_Frauen_und_Jugend" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend">Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</a> finanziert wird, lehnt die Verwendung des Begriffs „Linksextremismus“ ab.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie kritisiert den Begriff als „sicherheitsbehördlich geprägt“ und verwendet an seiner statt den Begriff „linke Militanz“. Dieser bezieht sich nicht auf die umstrittene <a href="Extremismustheorie" class="mw-redirect" title="Extremismustheorie">Extremismustheorie</a> und fokussiert sich in seiner Definition auf einen kämpferischen „linksradikalen <a href="Habitus_(Soziologie)" title="Habitus (Soziologie)">Habitus</a>“ der linksradikale Ziele zu erreichen sucht.<sup id="cite_ref-:2_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-:2-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weiterhin wird kritisiert, dass der Begriff „Linksextremismus“ meist wertend und damit wenig wissenschaftlich ist. Indem er dem „Extrem“ die Mitte gegenüberstellt: Da das Extrem falsch ist, muss die Mitte gut sein. Als normativer Begriff wird er deshalb von vielen Wissenschaftlern abgelehnt.<sup id="cite_ref-:3_3-3" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_19-3" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Geschichtsschreibung wird gewöhnlich der weltanschaulich neutrale Begriff Linksradikalismus verwendet, um die Geschichte der marxistischen und anarchistischen Linken zu untersuchen.<sup id="cite_ref-:3_3-4" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch in der Präventionsarbeit stößt der Begriff auf Kritik: Er sei nicht hilfreich in der Identifikation von Problemen, stigmatisierend und zur präventiven Arbeit ungeeignet.<sup id="cite_ref-:5_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-:5-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Handlungsfelder_und_Akteure_des_Linksextremismus">Handlungsfelder und Akteure des Linksextremismus</h2></div>

<p>Dem Linksextremismus wird eine Vielzahl unterschiedliche Handlungsfelder zugerechnet.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei ist jedoch gerade der Umfang der als „linksextrem“ bezeichneten Handlungsfelder Teil der Kritik am Sammelbegriff „Linksextremismus“, unter dem von Tierrechts-Gruppen bis zu Stalinisten verschiedenste Strömungen zusammengefasst werden.<sup id="cite_ref-:0_19-4" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Pfahl-Traughber meint, dass Linksextremisten ohne steuernden Einfluss sich u.&nbsp;a. an der <a href="Ohne_mich-Bewegung" title="Ohne mich-Bewegung">Ohne mich-Bewegung</a>, der <a href="Anti-Atomkraft-Bewegung_in_Deutschland" title="Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland">Anti-Atomkraft-Bewegung</a>, den <a href="Ostermarsch" title="Ostermarsch">Ostermärschen</a>, der <a href="Westdeutsche_Studentenbewegung_der_1960er_Jahre" title="Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre">68er-Bewegung</a>, der <a href="Frauenbewegung" title="Frauenbewegung">Frauenbewegung</a>, der <a href="Umweltbewegung" title="Umweltbewegung">Umweltbewegung</a>, den Protesten gegen den <a href="NATO-Doppelbeschluss" title="NATO-Doppelbeschluss">NATO-Doppelbeschluss</a> und der <a href="Globalisierungskritik" title="Globalisierungskritik">globalisierungskritischen Protesten</a> beteiligt haben. In Abgrenzung von anderen Akteuren innerhalb der Bewegungen sieht er den Unterschied, dass Linksextremisten dabei die Überwindung sowohl des politischen, als auch des ökonomischen Systems anstreben, während andere Akteure lediglich auf eine Reform der Wirtschaftsordnung abzielen würden.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während einige Verfassungsschutzämter auch die <a href="Tierrechtsbewegung" title="Tierrechtsbewegung">Tierrechtsbewegung</a> und den <a href="Feminismus" title="Feminismus">Feminismus</a> als Handlungsfelder des Linksextremismus ausmachen,<sup id="cite_ref-:0_19-5" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zählt Pfahl-Traughber folgende Handlungsfelder zum Linksextremismus:
</p>
<ul><li><a href="Antiatomkraft" class="mw-redirect" title="Antiatomkraft">Anti-Atomkraft-Bewegung</a>, insbesondere im Rahmen der <a href="Atomm%C3%BClltransporte_in_Deutschland" class="mw-redirect" title="Atommülltransporte in Deutschland">Atommülltransporte in Deutschland</a><sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Antifaschismus" title="Antifaschismus">Antifaschismus</a>, z.&nbsp;T. als „Nazi-Outing“<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Antiimperialismus" title="Antiimperialismus">Antiimperialismus</a>, z.&nbsp;B. Solidarität mit <a href="Arbeiterpartei_Kurdistans" title="Arbeiterpartei Kurdistans">PKK</a><sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Antikapitalismus" title="Antikapitalismus">Antikapitalismus</a>, als klassisches Handlungsfeld des Marxismus und Anarchismus, so auch <a href="Blockupy" title="Blockupy">Blockupy</a>-Bewegung<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Antimilitarismus" title="Antimilitarismus">Antimilitarismus</a>, dabei teils unter Sabotage von Rüstungsunternehmen wie bei der „Kampagne Krieg beginnt hier!“<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Unterdr%C3%BCckung" title="Unterdrückung">Antirepressionsarbeit</a>, Versuch der Abwehr von Verfolgung durch staatliche Organe; Solidarität mit linken Straf-, teils auch Gewalttätern (u.&nbsp;a. <a href="Rote_Hilfe_(Verein)" title="Rote Hilfe (Verein)">Rote Hilfe</a>, <a href="Anarchist_Black_Cross" title="Anarchist Black Cross">Anarchist Black Cross</a>)<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Antizionismus" title="Antizionismus">Antizionismus</a>, gegen den Staat <a href="Israel" title="Israel">Israel</a> (zum Teil Kooperationen mit <a href="Islamist" class="mw-redirect" title="Islamist">Islamisten</a>); vgl. abweichende Auffassung der <a href="Antideutsche" title="Antideutsche">Antideutschen</a><sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Egalitarismus" title="Egalitarismus">Egalitarismus</a>, Gleichberechtigung aller Menschen (z.&nbsp;B. <a href="Frauenbewegung" title="Frauenbewegung">Frauen-</a> und <a href="Transgender" class="mw-redirect" title="Transgender">Transgenderbewegung</a>)<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Globalisierungskritik" title="Globalisierungskritik">Globalisierungskritik</a>, so bei der „militanten Kampagne“ im Rahmen des <a href="G8-Gipfel_in_Heiligendamm_2007" title="G8-Gipfel in Heiligendamm 2007">G8-Gipfels in Heiligendamm 2007</a><sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Internationalismus" title="Internationalismus">Internationalismus</a></li>
<li><a href="Gentrifizierung" title="Gentrifizierung">Proteste gegen Gentrifizierung</a>, z.&nbsp;B. Brandstiftungen in Hamburg und Berlin (Netzwerk „Wir bleiben alle!“)<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Umweltbewegung" title="Umweltbewegung">Umweltbewegung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichte_linksextremistischer_Organisationen">Geschichte linksextremistischer Organisationen</h3></div>
<p>Der Begriff "Linksextremismus" wird im Allgemeinen nicht zur Beschreibung historischer Phänomene genutzt. Dies ist auf die wertende Dimension des Begriffs zurückzuführen, die auf aktuelle Gegebenheiten Bezug nimmt: Linksextremismus ist als Gegnerschaft zum aktuellen staatlichen Wertekonsens ("moderner Verfassungsstaat") definiert, welcher sich unter dem Einfluss verschiedener dominierender politischer Kräfte über die Zeit gewandelt hat. Daher handelt es sich aus historischer Sicht nicht um einen feststehenden Begriff, sondern um einen, der sich auf die heutige Werteordnung ("freiheitlich-demokratische Grundordnung") bezieht und so nicht anwendbar ist. Historiker nutzen dementsprechend "inhaltliche Zuschreibungen" wie "sozialistisch", "sozialdemokratisch", "marxistisch", "kommunistisch" oder "anarchistisch".<sup id="cite_ref-:3_3-5" class="reference"><a href="#cite_note-:3-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Parteien">Parteien</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Historisch:_Kommunistische_Partei_Deutschlands">Historisch: Kommunistische Partei Deutschlands</h5></div>
<p>Die Ursprünge des organisierten Linksextremismus in Deutschland liegen in der <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">Kommunistischen Partei Deutschlands</a> (KPD). Diese entstand 1919 unter Einbeziehung des marxistischen <a href="Spartakusbund" title="Spartakusbund">Spartakusbund</a> als Abspaltung von der <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">Sozialdemokratischen Partei Deutschlands</a> (SPD). Mitglieder der KPD beteiligten sich noch im selben Jahr am bewaffneten <a href="Spartakusaufstand" title="Spartakusaufstand">Spartakusaufstand</a> in Berlin. Die Partei war seit ihrer Gründung an dem Versuch der Abwicklung des demokratischen Verfassungsstaates beteiligt und verfolgte folglich eine „extremistische Ausrichtung“.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Zeit der <a href="Weltwirtschaftskrise" title="Weltwirtschaftskrise">Weltwirtschaftskrise</a> sah die Partei als „revolutionäre Situation“ an, in der sie die SPD zum Hauptfeind erklärte. Den aufkommenden Nationalsozialismus lehnte sie zwar ab, erkannte aber das eigentliche Gefahrenpotenzial nicht.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ideologisch und organisatorisch war die KPD mehrheitlich an der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> orientiert und trat schon früh der <a href="Kommunistische_Internationale" title="Kommunistische Internationale">Kommunistischen Internationale</a> bei.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vorsitzende <a href="Ernst_Th%C3%A4lmann" title="Ernst Thälmann">Ernst Thälmann</a> galt als „Stalins Mann in Deutschland“.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach der Wiederzulassung in der Bundesrepublik opponierte sie mit Unterstützung aus der DDR gegen das „Adenauer-Regime“ und wurde schließlich 1956 unwiderruflich durch ein <a href="KPD-Verbot" title="KPD-Verbot">Urteil</a> des <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgerichts</a> als verfassungsfeindliche Partei verboten.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Deutsche_Kommunistische_Partei">Deutsche Kommunistische Partei</h5></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Deutsche_Kommunistische_Partei" title="Deutsche Kommunistische Partei">Deutsche Kommunistische Partei</a></i></div>
<p>Die 1968 gegründete DKP stieg nach Ansicht von Armin Pfahl-Traughber zur bedeutendsten linksextremistischen Partei auf und stellt de facto eine Nachfolge-Organisation der KPD dar, weil sie sich auf ehemalige KPD-Mitglieder und linksintellektuelle Sympathisanten stützen konnte.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine wichtige parteipolitische Arbeit lag in den Betrieben, bei Kampagnen und in der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften. Bei den Wahlen konnte sie allerdings nur geringe Erfolge verbuchen.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber85_72-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber85-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut <a href="Helga_Grebing" title="Helga Grebing">Helga Grebing</a> war sie nur „ein Stück legalen Agitationsbodens der DDR in der Bundesrepublik“.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Parteivorsitzende <a href="Herbert_Mies" title="Herbert Mies">Herbert Mies</a> galt seinerzeit als „Befehlsempfänger“ der DDR.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber85_72-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber85-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der <a href="Wende_und_friedliche_Revolution_in_der_DDR" title="Wende und friedliche Revolution in der DDR">Wende und friedlichen Revolution in der DDR</a> verlor die DKP 1990 die ideelle und finanzielle Stütze und einen Großteil ihrer Mitglieder.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="K-Gruppen">K-Gruppen</h5></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="K-Gruppe" title="K-Gruppe">K-Gruppe</a></i></div>
<p>Als maoistische Kaderparteien entstanden im Zuge der 68er-Bewegung erste <a href="K-Gruppe" title="K-Gruppe">K-Gruppen</a>, die wegen dem Anfangsbuchstaben ihrer Namenskürzel so genannt wurden.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber97_75-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber97-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie unterschieden sich inhaltlich und strategisch: traditionalistische (1.) sowie antiautoritäre und modernere (2.) Ausrichtung.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ol><li><a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands/Marxisten-Leninisten" title="Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten">Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten</a> (KPD/ML), <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands_(Aufbauorganisation)" title="Kommunistische Partei Deutschlands (Aufbauorganisation)">KPD-Maoisten</a> (KPD-AO) und <a href="Kommunistische_Arbeiterpartei_Deutschlands" title="Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands">Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands</a> (KAPD)</li>
<li><a href="Kommunistischer_Bund_Westdeutschland" title="Kommunistischer Bund Westdeutschland">Kommunistischer Bund Westdeutschland</a> (KBW), <a href="Bund_Westdeutscher_Kommunisten" title="Bund Westdeutscher Kommunisten">Bund Westdeutscher Kommunisten</a> (BWK, 1980 vom KBW abgespalten) und <a href="Kommunistischer_Bund" title="Kommunistischer Bund">Kommunistischer Bund</a> (KB)</li></ol>
<p>Viele Mitglieder dieser Organisationen, die oft im jungen Alter beigetreten sind, machten einen demokratischen Entwicklungsprozess durch und fanden sich später bei den <a href="B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen" title="Bündnis 90/Die Grünen">Grünen</a> wieder (vom KB spaltete sich Ende der 1970er Jahre die <a href="Gruppe_Z" title="Gruppe Z">Gruppe Z</a> ab).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber102_77-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber102-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands">Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands</h5></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands" title="Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands">Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands</a></i></div>
<p>Neben der DKP nimmt die <a href="Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands" title="Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands">Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands</a> (MLPD) unter den linksextremistischen Parteien einen wichtigen Platz ein.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber97_75-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber97-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An deren Gründung war federführend der <a href="Kommunistischer_Arbeiterbund_Deutschlands" title="Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands">Kommunistische Arbeiterbund Deutschlands</a> (KABD) beteiligt.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber102_77-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber102-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hauptkritikpunkt der Partei war die <a href="Entstalinisierung" title="Entstalinisierung">Entstalinisierung</a> nach dem <a href="XX._Parteitag_der_KPdSU" title="XX. Parteitag der KPdSU">XX. Parteitag der KPdSU</a> (1956) und damit in ihren Augen der Verrat am „wahren Sozialismus“ aufgrund einer vermeintlichen „kleinbürgerlichen Denkweise“.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Partei ist finanziell durch Spenden und Mitgliedsbeiträge außerordentlich gut ausgestattet und bis dato für viele Mitglieder eine Art „Ersatz-Familie“.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Innerhalb des linken Spektrums ist sie allerdings wegen ihres Dogmatismus bis auf wenige Ausnahmen weitestgehend isoliert.<sup id="cite_ref-ArPf_80-0" class="reference"><a href="#cite_note-ArPf-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Terroristischer_Linksextremismus">Terroristischer Linksextremismus</h4></div>
<p>Mit der <a href="Westdeutsche_Studentenbewegung_der_1960er_Jahre" title="Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre">westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre</a> etablierte sich eine starke, außerparlamentarisch oppositionelle linke Kraft in der Bundesrepublik. Die große Mehrheit der damaligen Studentengeneration griff zwar staatliche Institutionen, nicht aber den Rechtsstaat als solchen an.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber153_81-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber153-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Teile der <a href="Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition" title="Außerparlamentarische Opposition">APO</a> bildeten jedoch spätestens seit der Tötung von <a href="Benno_Ohnesorg" title="Benno Ohnesorg">Benno Ohnesorg</a> am 2. Juni 1967 durch einen Polizisten in Berlin Gruppen, die auf verschiedene Weise den „bewaffneten Kampf“ befürworteten, planten und ausübten.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber154_82-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber154-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur ersten terroristischen Gruppe dieser Art avancierte die <a href="Tupamaros_West-Berlin" title="Tupamaros West-Berlin">Tupamaros West-Berlin</a>, die von 1969 bis 1970 bestand und als Vorläufer noch kommender galt.<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Rote_Armee_Fraktion">Rote Armee Fraktion</h5></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Rote_Armee_Fraktion" title="Rote Armee Fraktion">Rote Armee Fraktion</a></i></div>
<p>Das bedeutendste linksterroristische Phänomen in Deutschland war das der <a href="Rote_Armee_Fraktion" title="Rote Armee Fraktion">Roten Armee Fraktion</a> (RAF).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber153_81-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber153-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es bestanden personelle Kontinuitäten zur 68er-Bewegung, wenngleich sich eine Gleichsetzung verbietet.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber154_82-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber154-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So beteiligten sich auch <a href="Andreas_Baader" title="Andreas Baader">Andreas Baader</a> und <a href="Gudrun_Ensslin" title="Gudrun Ensslin">Gudrun Ensslin</a> an den <a href="Kaufhaus-Brandstiftungen_am_2._April_1968" title="Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968">Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968</a>. Der 14. Mai 1970 galt dann als Gründungsdatum der Gruppe.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber154_82-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber154-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Rekrutierungen erfolgten über das <a href="Sozialistisches_Patientenkollektiv" title="Sozialistisches Patientenkollektiv">Sozialistische Patientenkollektiv</a> (SPK), welches 1970 gegründet wurde.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die RAF steigerte ihre Gewaltaktionen in den 1970er-Jahren kontinuierlich. Neben einem konspirativen Vorgehen machte die RAF vor allem durch die <a href="Mai-Offensive_der_Rote_Armee_Fraktion" title="Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion">Mai-Offensive</a> auf sich aufmerksam. Im Sommer 1972 kam es zu einer großen Verhaftungswelle.<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ideologisch standen sie dem <a href="Marxismus-Leninismus" title="Marxismus-Leninismus">Marxismus-Leninismus</a> und dem <a href="Maoismus" title="Maoismus">Maoismus</a> nahe.<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie stützen sich auf das Konzept der „<a href="Stadtguerilla" title="Stadtguerilla">Stadtguerilla</a>“, bei dem Methoden des <a href="Guerilla" title="Guerilla">Guerillakampfes</a> aus der <a href="Dritte_Welt" title="Dritte Welt">dritten Welt</a> in die „Metropolen“ der deutschen Industriegesellschaft übertragen werden sollten.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber156_87-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber156-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Man bezog sich u.&nbsp;a. auf die <a href="Fokustheorie" title="Fokustheorie">Fokustheorie</a> <a href="Che_Guevara" title="Che Guevara">Che Guevaras</a> und das Vorgehen der <a href="Movimiento_de_Liberaci%C3%B3n_Nacional_%E2%80%93_Tupamaros" title="Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros">Tupamaros</a> in <a href="Uruguay" title="Uruguay">Uruguay</a>:<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu den Führungspersönlichkeiten der sogenannten „zweiten Generation“ der RAF gehörte zunächst <a href="Siegfried_Haag" title="Siegfried Haag">Siegfried Haag</a> und später <a href="Brigitte_Mohnhaupt" title="Brigitte Mohnhaupt">Brigitte Mohnhaupt</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber156_87-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber156-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1975 kam es zur <a href="Geiselnahme_von_Stockholm" title="Geiselnahme von Stockholm">Geiselnahme von Stockholm</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber158_89-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber158-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den Höhepunkt bildete der <a href="Deutscher_Herbst" title="Deutscher Herbst">Deutsche Herbst</a> (1977) mit den Morden an <a href="Siegfried_Buback" title="Siegfried Buback">Siegfried Buback</a>, <a href="J%C3%BCrgen_Ponto" title="Jürgen Ponto">Jürgen Ponto</a> und <a href="Hanns_Martin_Schleyer" title="Hanns Martin Schleyer">Hanns Martin Schleyer</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber158_89-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber158-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mehrere zum Teil tödliche Anschläge auf ziviles (u.&nbsp;a. <a href="Alfred_Herrhausen" title="Alfred Herrhausen">Alfred Herrhausen</a>) und militärisches Personal und Einrichtungen (u.&nbsp;a. <a href="Ramstein_Air_Base" title="Ramstein Air Base">Ramstein Air Base</a>) sollten folgen<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – eine dritte Generation bildete sich heraus. Das damalige RAF-Umfeld wird heute auf über 2.000 Personen geschätzt.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lose internationale Verbindungen bestanden mit terroristischen Gruppen wie der <a href="Volksfront_zur_Befreiung_Pal%C3%A4stinas" title="Volksfront zur Befreiung Palästinas">Volksfront zur Befreiung Palästinas</a> (Besuch von Ausbildungslagern in <a href="Pal%C3%A4stinensische_Autonomiegebiete" title="Palästinensische Autonomiegebiete">Palästina</a>) und der französischen <a href="Action_directe_(Untergrundorganisation)" class="mw-redirect" title="Action directe (Untergrundorganisation)">Action directe</a>. Vereinzelte Unterstützung erfolgte durch die DDR.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Offiziell wurde die RAF 1998 aufgelöst.<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Bewegung_2._Juni">Bewegung 2. Juni</h5></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bewegung_2._Juni" title="Bewegung 2. Juni">Bewegung 2. Juni</a></i></div>
<p>Eine weitere linksterroristische Vereinigung war die <a href="Bewegung_2._Juni" title="Bewegung 2. Juni">Bewegung 2. Juni</a>, die 1971/72 entstand. Nach Armin Pfahl-Traughber stammten im Gegensatz zur RAF mehr Mitglieder aus dem <a href="Arbeiter" title="Arbeiter">Arbeiter</a>- oder „<a href="Gammler" title="Gammler">Gammler</a>-Milieu“.<sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch sie erlangte öffentliche Aufmerksamkeit durch Entführungen (u.&nbsp;a. <a href="Peter_Lorenz" title="Peter Lorenz">Peter Lorenz</a>) und Anschläge auf staatliche Einrichtungen.<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund der theoretischen Profillosigkeit verlor sie jedoch im linken Spektrum an Ansehen und löste sich unter Teilfortsetzung des „antiimperialistischen Kampfes“ in der RAF 1980 offiziell auf.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber173_96-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber173-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Revolutionäre_Zellen"><span id="Revolution.C3.A4re_Zellen"></span>Revolutionäre Zellen</h5></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Revolution%C3%A4re_Zellen_(Deutschland)" title="Revolutionäre Zellen (Deutschland)">Revolutionäre Zellen (Deutschland)</a></i></div>
<p>Aufgrund von Kritik an der RAF hinsichtlich ihres „elitären Avantgarde-Anspruch[s]“ und der Auswahl von Anschlagszielen entstanden in den 1970er Jahren die <a href="Revolution%C3%A4re_Zellen_(Deutschland)" title="Revolutionäre Zellen (Deutschland)">Revolutionären Zellen</a> (RZ). Die Mitglieder agierten jedoch nicht im Untergrund („<a href="Feierabendterrorismus" title="Feierabendterrorismus">Feierabendterrorismus</a>“), sondern organisierten sich in weitestgehend hierarchielosen <a href="Terrorzelle" class="mw-redirect" title="Terrorzelle">Terrorzellen</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber173_96-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber173-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zentrale Figur war <a href="Wilfried_B%C3%B6se" title="Wilfried Böse">Wilfried Böse</a>, der eine „populäre Guerilla“ schaffen wollte.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Gruppe verübte Anschläge und Entführungen untermauert mit antiimperialistischen und antizionistischen Argumentationen. Aus der RZ entwickelte sich auch die linksterroristische Frauengruppe <a href="Rote_Zora_(Terrororganisation)" title="Rote Zora (Terrororganisation)">Rote Zora</a>.<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Flugzeugentführung unter Beteiligung von Mitgliedern der RZ wurde im Rahmen der <a href="Operation_Entebbe" title="Operation Entebbe">Operation Entebbe</a> durch israelische Sicherheitskräfte beendet. In den 1990er und 2000er Jahren kam es zu Verhaftungen und einem Auflösungsprozess der Gruppe.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Das_K.O.M.I.T.E.E.">Das K.O.M.I.T.E.E.</h5></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Das_K.O.M.I.T.E.E." title="Das K.O.M.I.T.E.E.">Das K.O.M.I.T.E.E.</a></i></div>
<p>Die Vereinigung <i>Das K.O.M.I.T.E.E.</i> verübte im Oktober 1994 einen <a href="Brandanschlag" title="Brandanschlag">Brandanschlag</a> auf das <a href="Kreiswehrersatzamt" title="Kreiswehrersatzamt">Kreiswehrersatzamt</a> in <a href="Bad_Freienwalde_(Oder)" title="Bad Freienwalde (Oder)">Bad Freienwalde (Oder)</a>. Im April 1995 versuchte die Gruppe ein im Bau befindliches <a href="Abschiebungshafteinrichtung" title="Abschiebungshafteinrichtung">Abschiebe­gefängnis</a> in <a href="Berlin-Gr%C3%BCnau" title="Berlin-Grünau">Berlin-Grünau</a> zu sprengen. Sie löste sich noch im gleichen Jahr auf. Ihr Mitglieder flüchteten nach <a href="Venezuela" title="Venezuela">Venezuela</a>.<sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Neuere_Entwicklungen">Neuere Entwicklungen</h5></div>
<p>Von 2001 bis 2009 war die linksmilitante <a href="Militante_gruppe_(mg)" title="Militante gruppe (mg)">militante gruppe (mg)</a> aktiv. Sie verübte u.&nbsp;a. Anschläge gegen die <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a>, die <a href="Bundespolizei_(Deutschland)" title="Bundespolizei (Deutschland)">Bundespolizei</a> und weitere staatliche Behörden. Darüber hinaus sprach sie Drohungen (über Kugeln per Post) aus.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber227_101-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber227-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die neueste Erscheinung sind die <a href="Revolution%C3%A4re_Aktionszellen" title="Revolutionäre Aktionszellen">Revolutionären Aktionszellen</a> (RAZ) mit Anknüpfungspunkten im Selbstverständnis an die 1970er Jahre. Ähnlich der mg drohten sie 2011 dem <a href="Bundesminister_des_Innern" class="mw-redirect" title="Bundesminister des Innern">Bundesminister des Innern</a> sowie Vertretern der Strafverfolgungsorgane und der Extremismusforschung.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber227_101-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber227-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2018 wurde die <i>Kommunistische Organisation</i> als Abspaltung von der DKP und deren Jugendorganisation gegründet. Sie zählt zu den traditionellen Marxisten-Leninisten.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Dresdner_Linksextremismusprozess" title="Dresdner Linksextremismusprozess">Dresdner Linksextremismusprozess</a> wurden im Jahr 2023 mehrere Personen wegen verschiedener Straftaten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
</p><p>2023 bekannte sich das linksextremistische <i>Kommando Angry Birds</i> zu fünf Brandanschlägen auf Bahnsignalkabel im Großraum Düsseldorf. 2025 folgten zwei Brandanschläge auf die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg.<sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zehntausende Reisende waren betroffen. Am 5. Januar 2026 bekannte sich die Gruppe wiederum auf Indymedia zu einem versuchten Brandanschlag mit neun Litern Grillanzünder auf einen der zwei Transformatoren im Umspannwerk in <a href="Erkrath" title="Erkrath">Erkrath</a>.<sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weitere_linksextremistische_Akteure">Weitere linksextremistische Akteure</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Unterschiedliche_Organisationen">Unterschiedliche Organisationen</h5></div>

<p>Eine wissenschaftlich weitgehend unerforschte linksextremistische Organisation ist die <a href="Marxistische_Gruppe" title="Marxistische Gruppe">Marxistische Gruppe</a> (MG).<sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihr Handlungsumfeld waren die Hochschulen.<sup id="cite_ref-106" class="reference"><a href="#cite_note-106"><span class="cite-bracket">[</span>106<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus den Reihen der MG entstand 1992 auch das Theorieorgan <i><a href="GegenStandpunkt" title="GegenStandpunkt">GegenStandpunkt</a></i>, das sich vor allem an Studenten und Akademiker richtet und zu deren Protagonisten u.&nbsp;a. <a href="Karl_Held_(Publizist)" title="Karl Held (Publizist)">Karl Held</a> gehörte.<sup id="cite_ref-107" class="reference"><a href="#cite_note-107"><span class="cite-bracket">[</span>107<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu den trotzkistisch ausgerichteten Gruppen zählen <a href="Linksruck" title="Linksruck">Linksruck</a> (1993–2007) und <a href="Marx21" title="Marx21">marx21</a> (seit 2007), beides deutsche Ableger der <a href="International_Socialist_Tendency" title="International Socialist Tendency">International Socialist Tendency</a>. Die Mitglieder (u.&nbsp;a. die heutigen Abgeordneten <a href="Christine_Buchholz" title="Christine Buchholz">Christine Buchholz</a>, <a href="Nicole_Gohlke" title="Nicole Gohlke">Nicole Gohlke</a> und ehemals auch <a href="Janine_Wissler" title="Janine Wissler">Janine Wissler</a>) traten kollektiv der Partei <a href="Die_Linke" title="Die Linke">Die Linke</a> bei, wo sie sich vor allem in der politischen Strömung <a href="Sozialistische_Linke" title="Sozialistische Linke">Sozialistische Linke</a> engagieren.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber130_108-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber130-108"><span class="cite-bracket">[</span>108<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darüber hinaus existiert seit 1994 die <a href="Sozialistische_Alternative_(SAV)" title="Sozialistische Alternative (SAV)">Sozialistische Alternative</a>, eine deutsche Sektion des <a href="Committee_for_a_Workers%E2%80%99_International" title="Committee for a Workers’ International">Committee for a Workers’ International</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber130_108-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber130-108"><span class="cite-bracket">[</span>108<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die durch Intellektuelle unterstützte Vorgängerorganisation <a href="Rote_Hilfe_Deutschlands" title="Rote Hilfe Deutschlands">Rote Hilfe Deutschlands</a>, gegründet 1924, stand der KPD nah.<sup id="cite_ref-109" class="reference"><a href="#cite_note-109"><span class="cite-bracket">[</span>109<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Deren Nachfolgeorganisation ist der mitgliederstarke linksextremistische Verein <a href="Rote_Hilfe_(Verein)" title="Rote Hilfe (Verein)">Rote Hilfe</a>, in dem auch vereinzelt Sozialdemokraten Mitglied waren wie <a href="Franziska_Drohsel" title="Franziska Drohsel">Franziska Drohsel</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber132_110-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber132-110"><span class="cite-bracket">[</span>110<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dem anarcho-syndikalistischen Milieu wird die 1977 gegründete <a href="Freie_Arbeiterinnen-_und_Arbeiter-Union" class="mw-redirect" title="Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union">Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union</a> zugerechnet, einem Ableger der <a href="Internationale_ArbeiterInnen-Assoziation" title="Internationale ArbeiterInnen-Assoziation">Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation</a>.<sup id="cite_ref-111" class="reference"><a href="#cite_note-111"><span class="cite-bracket">[</span>111<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weiterhin wird die postautonome <a href="Interventionistische_Linke" title="Interventionistische Linke">Interventionistische Linke</a> vom Verfassungsschutz als linksextrem eingeordnet.<sup id="cite_ref-:6_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-:6-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Letztere tritt bei Aktionen auch mit gemäßigten Linken auf.<sup id="cite_ref-112" class="reference"><a href="#cite_note-112"><span class="cite-bracket">[</span>112<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1947 gründeten von den Nationalsozialisten verfolgte Antifaschisten die <a href="Vereinigung_der_Verfolgten_des_Naziregimes_%E2%80%93_Bund_der_Antifaschistinnen_und_Antifaschisten" title="Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten">Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten</a> (VVN-BdA). Die Organisation wurde von der Adenauer-Regierung als unvereinbar mit den Werten der Bundesrepublik gesehen<sup id="cite_ref-113" class="reference"><a href="#cite_note-113"><span class="cite-bracket">[</span>113<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, später wurde ihr vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit wegen Nennung im bayrischen Verfassungsschutzbericht als "linksextrem" aberkannt, weshalb der VVN-BdA pleitezugehen drohte. Das Finanzamt revidierte unter öffentlichem Druck, unter anderem vom Auschwitz-Komitee,<sup id="cite_ref-114" class="reference"><a href="#cite_note-114"><span class="cite-bracket">[</span>114<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> seine Haltung.<sup id="cite_ref-115" class="reference"><a href="#cite_note-115"><span class="cite-bracket">[</span>115<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mittlerweile listet kein Verfassungsschutzbericht den VVN-BdA mehr als linksextremistisch.<sup id="cite_ref-:12_116-0" class="reference"><a href="#cite_note-:12-116"><span class="cite-bracket">[</span>116<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Fall illustriert die Bedeutung von Kategorisierungen von Gruppen als "linksextrem" und wie sich die Einschätzung je nach Geist der Zeit verändern kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Autonome_Szene">Autonome Szene</h5></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Autonome" title="Autonome">Autonome</a></i></div>
<p>Die autonome Szene entwickelte sich ursprünglich in Italien.<sup id="cite_ref-117" class="reference"><a href="#cite_note-117"><span class="cite-bracket">[</span>117<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vorläufer in Deutschland waren die undogmatischen und dezentralen <a href="Sponti" title="Sponti">Spontis</a> der 1970er und 1980er Jahre. Ab Anfang der 1980er Jahre spricht man in der <a href="Deutschland" title="Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> von Autonomen.<sup id="cite_ref-118" class="reference"><a href="#cite_note-118"><span class="cite-bracket">[</span>118<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese stehen geistig dem Anarchismus näher als dem Marxismus.<sup id="cite_ref-119" class="reference"><a href="#cite_note-119"><span class="cite-bracket">[</span>119<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am weitesten organisiert war die sogenannte <a href="Antifaschistische_Aktion/Bundesweite_Organisation" title="Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation">Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation</a>.<sup id="cite_ref-120" class="reference"><a href="#cite_note-120"><span class="cite-bracket">[</span>120<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Mitglieder der Szene bewegen sich in <a href="Subkultur" title="Subkultur">subkulturellen</a> Kontexten und wahren zumeist auf Demonstrationen oft Anonymität.<sup id="cite_ref-Pfahlraughber143_121-0" class="reference"><a href="#cite_note-Pfahlraughber143-121"><span class="cite-bracket">[</span>121<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Spektrum sammeln sich ca. 6.000 Personen (abnehmend) jüngeren Alters mit Schwerpunkt auf Großstädte wie <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> oder <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>.<sup id="cite_ref-Pfahlraughber143_121-1" class="reference"><a href="#cite_note-Pfahlraughber143-121"><span class="cite-bracket">[</span>121<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Szene zugehörige bekannte Kulturzentren sind z.&nbsp;B. die <a href="Rote_Flora" title="Rote Flora">Rote Flora</a>. Sie versuchten seit etwa 1980, die damals wachsende <a href="Friedensbewegung" title="Friedensbewegung">Friedensbewegung</a> und die <a href="Atomkraftgegner" class="mw-redirect" title="Atomkraftgegner">Atomkraftgegner</a> im Sinne ihrer Ziele zu beeinflussen. Bei Demonstrationen verursachte der „<a href="Schwarzer_Block" title="Schwarzer Block">schwarze Block</a>“ nicht selten Sachbeschädigungen, und bei Gegendemonstrationen gegen Rechtsextremisten kam oft <a href="Gewalt" title="Gewalt">Gewalt</a> („Militanz“) gegen Polizisten hinzu.<sup id="cite_ref-122" class="reference"><a href="#cite_note-122"><span class="cite-bracket">[</span>122<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit dem Mauerfall 1989 kam es zu erheblichen Differenzen innerhalb der Szene. Es standen sich sogenannte „<a href="Antideutsche" title="Antideutsche">Antideutsche</a>“ und „<a href="Antiimperialismus" title="Antiimperialismus">Antiimperialisten</a>“ gegenüber. Erstere skandierten den Slogan „Nie wieder Deutschland“ und warfen der anderen Seite <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_seit_1945" title="Geschichte des Antisemitismus seit 1945">Antisemitismus</a> vor.<sup id="cite_ref-123" class="reference"><a href="#cite_note-123"><span class="cite-bracket">[</span>123<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand vor allem das feindschaftliche<sup id="cite_ref-124" class="reference"><a href="#cite_note-124"><span class="cite-bracket">[</span>124<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verhältnis zu <a href="Israel" title="Israel">Israel</a> innerhalb des Linksextremismus.<sup id="cite_ref-125" class="reference"><a href="#cite_note-125"><span class="cite-bracket">[</span>125<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Spätestens 1999 isolierten sich die Antideutschen im Milieu.<sup id="cite_ref-126" class="reference"><a href="#cite_note-126"><span class="cite-bracket">[</span>126<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwar kann ein linksextremistischer Antisemitismus nicht belegt werden, Israelfeindschaft mündet jedoch mitunter in Judenfeindschaft und vor allem eine „kritiklose Solidarität mit manchen Gegnern Israels“ im Nahen Osten kann gleichbedeutend sein mit der „Solidarität mit Antisemiten“.<sup id="cite_ref-127" class="reference"><a href="#cite_note-127"><span class="cite-bracket">[</span>127<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein gemeinsames Agieren von Linksextremen mit <a href="Rechtsextremismus" title="Rechtsextremismus">Rechtsextremen</a> und <a href="Islamismus" title="Islamismus">Islamisten</a> findet mitunter im Bereich des <a href="Antizionismus" title="Antizionismus">Antizionismus</a> statt, wobei auch geopolitische Feindschaft gegenüber dem Westen als Anknüpfungspunkt dient. Ein solch informelles Bündnis einer <a href="Querfront" title="Querfront">Querfront</a> war etwa bei einer Anti-Israel-Demonstration im Jahr 2014 in Zürich zu beobachten.<sup id="cite_ref-128" class="reference"><a href="#cite_note-128"><span class="cite-bracket">[</span>128<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Klassische Publikationsorgane der autonomen Szene sind die Periodika <i><a href="Radikal_(Zeitschrift)" title="Radikal (Zeitschrift)">radikal</a></i> (gegründet 1976), <i><a href="Interim_(Zeitschrift)" title="Interim (Zeitschrift)">interim</a></i> (gegründet 1988) sowie <i><a href="CLASH" title="CLASH">CLASH</a></i> (von 1989 bis 1994). Einen postautonomen Charakter weist die Zeitschrift <i><a href="Arranca!" class="mw-redirect" title="Arranca!">arranca!</a></i> (gegründet 1993) auf.<sup id="cite_ref-129" class="reference"><a href="#cite_note-129"><span class="cite-bracket">[</span>129<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Antiimperialisten">Antiimperialisten</h5></div>
<p>Eine Sonderstellung nehmen laut Verfassungsschutz die <a href="Antiimperialismus" title="Antiimperialismus">Antiimperialisten</a> ein. Diese neigen anders als Autonome dem revolutionären Marxismus und nicht dem Anarchismus zu. Von Kommunisten unterscheidet und mit Autonomen verbindet sie hingegen Gewalt nicht nur in einer <a href="Revolution%C3%A4re_Situation" title="Revolutionäre Situation">revolutionären Situation</a>, sondern unabhängig vom Zeitpunkt als legitimes Mittel anzusehen. Neben Marx werden auch Lenin und Mao als Vordenker rezipiert, wobei das Weltbild bei einigen Vertretern nicht über Ideologiefragmente hinausreicht. Aus antiimperialistischer Perspektive wurde bzw. wird <a href="Israel" title="Israel">Israel</a> häufig als „Kolonialmacht“ gesehen, woraus eine Unterstützung bewaffneter palästinensischer Gruppen und oftmals eine <a href="Antizionismus" title="Antizionismus">antizionistische</a> Grundeinstellung resultierten, wovon sich die <a href="Antideutsche" title="Antideutsche">Antideutschen</a> distanzierten. Antiimperialisten gehören im Gegensatz zu traditionellen Kommunisten in der Regel keinen Parteien, sondern nur informellen Gruppen an. Ideologisch am marxistischen Antiimperialismus orientieren sind jedoch sowohl Antiimperialisten als auch traditionelle Kommunisten. Beispiele für antiimperialistische Gruppen sind der <a href="Jugendwiderstand_(Berliner_Gruppe)" title="Jugendwiderstand (Berliner Gruppe)">Jugendwiderstand</a>, der <a href="Roter_Aufbau_Hamburg" title="Roter Aufbau Hamburg">Rote Aufbau Hamburg</a> sowie die <a href="Sozialistische_Linke_(SoL)" title="Sozialistische Linke (SoL)">Sozialistische Linke</a>. Der Verfassungsschutz rechnet dem antiimperialistischen Spektrum in Deutschland rund 900 Personen zu. Zu Zeiten der <a href="Rote_Armee_Fraktion" title="Rote Armee Fraktion">Roten Armee Fraktion</a> wurde diese teilweise von Sympathisanten aus dem antiimperialistischen Milieu unterstützt.<sup id="cite_ref-130" class="reference"><a href="#cite_note-130"><span class="cite-bracket">[</span>130<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-131" class="reference"><a href="#cite_note-131"><span class="cite-bracket">[</span>131<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-132" class="reference"><a href="#cite_note-132"><span class="cite-bracket">[</span>132<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Streitfall:_Die_Linke">Streitfall: Die Linke</h3></div>
<p>Die Ursprünge der Partei <a href="Die_Linke" title="Die Linke">Die Linke</a> liegen unter anderem in der <a href="Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands" title="Sozialistische Einheitspartei Deutschlands">Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands</a> (SED), der alleinregierenden Staatspartei in der <a href="DDR" class="mw-redirect" title="DDR">DDR</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber111_133-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber111-133"><span class="cite-bracket">[</span>133<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wurde 2007 durch Fusion der <a href="Partei_des_Demokratischen_Sozialismus" title="Partei des Demokratischen Sozialismus">Partei des Demokratischen Sozialismus</a> (PDS) und der <a href="Arbeit_%26_soziale_Gerechtigkeit_%E2%80%93_Die_Wahlalternative" title="Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative">WASG</a> gegründet. Sie distanzierte sich mehrfach von ihrer DDR-Vergangenheit und bekannte sich zum Demokratischen Sozialismus.<sup id="cite_ref-134" class="reference"><a href="#cite_note-134"><span class="cite-bracket">[</span>134<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach ihren Aussagen findet sich im Grundgesetz die Aufgabe eines solchen demokratischen Sozialismus wieder. Innerhalb der Partei existieren laut Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz offen linksextremistische Strömungen wie <a href="Marx21" title="Marx21">marx21</a>, <a href="Sozialistische_Linke" title="Sozialistische Linke">Sozialistische Linke</a>, <a href="Cuba_S%C3%AD" title="Cuba Sí">Cuba Sí</a>, <a href="Marxistisches_Forum" title="Marxistisches Forum">Marxistisches Forum</a> und <a href="Kommunistische_Plattform" title="Kommunistische Plattform">Kommunistische Plattform</a> (KPF). Der Verfassungsschutz beobachtete auch Bundestagsabgeordnete, musste jedoch nach einem Urteil des <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgerichtes</a> diese Beobachtung einstellen <i>(siehe <a href="Beobachtung_der_Partei_Die_Linke_durch_den_Verfassungsschutz" title="Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz">Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz</a>)</i>. In der Vergangenheit wurden „offene Wahllisten“ wie die <a href="Linke_Liste_N%C3%BCrnberg" title="Linke Liste Nürnberg">Linke Liste Nürnberg</a> mit der <a href="Deutsche_Kommunistische_Partei" title="Deutsche Kommunistische Partei">DKP</a> eingegangen. Solidaritätsbekundungen von Teilen der Partei erfolgen gelegentlich für den sozialistischen, autoritären Staat <a href="Kuba" title="Kuba">Kuba</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber116_135-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber116-135"><span class="cite-bracket">[</span>135<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während der Extremismusforscher Jesse (2008) der Partei einen „smarten Extremismus“<sup id="cite_ref-136" class="reference"><a href="#cite_note-136"><span class="cite-bracket">[</span>136<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> unterstellt und sie bis heute kritisiert,<sup id="cite_ref-137" class="reference"><a href="#cite_note-137"><span class="cite-bracket">[</span>137<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> lehnen Wissenschaftler wie <a href="Richard_St%C3%B6ss" title="Richard Stöss">Richard Stöss</a> oder <a href="Karl-Rudolf_Korte" title="Karl-Rudolf Korte">Karl-Rudolf Korte</a> diese Kategorisierung ab oder weisen auf einen demokratischen Entwicklungsprozess hin.<sup id="cite_ref-138" class="reference"><a href="#cite_note-138"><span class="cite-bracket">[</span>138<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu einer Einschätzung dazwischen kommen Bergsdorf und van Hüllen, die Die Linke als „weder eine einwandfrei extremistische noch eine klar demokratische Partei“ einordnen.<sup id="cite_ref-139" class="reference"><a href="#cite_note-139"><span class="cite-bracket">[</span>139<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kleine Teile der Partei, insbesondere marx21, werden im Verfassungsschutzbericht weiter erwähnt.<sup id="cite_ref-:6_6-3" class="reference"><a href="#cite_note-:6-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Partei selbst bezog bisher keine Stellung zu diesen Vorwürfen.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber116_135-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber116-135"><span class="cite-bracket">[</span>135<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Linksextremismus_aus_Sicht_staatlicher_Akteure">Linksextremismus aus Sicht staatlicher Akteure</h2></div>
<p>Bis 1973 wurde von staatswegen der Begriff <a href="Linksradikalismus" title="Linksradikalismus">Linksradikalismus</a> gebraucht. Um deutlich zu machen, „dass politische Aktivitäten oder Organisationen nicht schon deshalb verfassungsfeindlich sind, weil sie eine bestimmte nach allgemeinem Sprachgebrauch ‚radikale‘, das heißt eine bis an die Wurzel einer Fragestellung gehende Zielsetzung haben“, führte 1975 der damalige Bundesminister des Innern <a href="Werner_Maihofer" title="Werner Maihofer">Werner Maihofer</a> (<a href="Freie_Demokratische_Partei" title="Freie Demokratische Partei">FDP</a>) im Vorwort des <a href="Verfassungsschutzbericht" title="Verfassungsschutzbericht">Verfassungsschutzberichts</a> von 1974 den Extremismusbegriff in den Sprachgebrauch staatlicher Behörden ein.<sup id="cite_ref-140" class="reference"><a href="#cite_note-140"><span class="cite-bracket">[</span>140<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er ergänzte somit die bisherigen Termini um die konkrete <a href="Verfassungswidrigkeit" title="Verfassungswidrigkeit">Verfassungswidrigkeit</a>. Da dadurch nach Einschätzung des Sozialwissenschaftlers <a href="Hubert_Kleinert" title="Hubert Kleinert">Hubert Kleinert</a>, ehemals führender Realpolitiker der Grünen, Gruppen aus dem Spektrum der <a href="Neue_Linke" title="Neue Linke">Neuen Linken</a> herausfallen würden, wird die Entscheidung heute im wissenschaftlichen Diskurs zum Teil in Frage gestellt,<sup id="cite_ref-141" class="reference"><a href="#cite_note-141"><span class="cite-bracket">[</span>141<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aber auch von Kritikern der Extremismusforschung für die Behörden akzeptiert.<sup id="cite_ref-142" class="reference"><a href="#cite_note-142"><span class="cite-bracket">[</span>142<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unter dem Begriff <i>Linksextremismus</i> versteht das <a href="Bundesministerium_des_Innern_und_f%C3%BCr_Heimat" class="mw-redirect" title="Bundesministerium des Innern und für Heimat">Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)</a> im Verfassungsschutzbericht 2021:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Linksextremisten wollen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung und somit die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen. An deren Stelle soll ein kommunistisches System beziehungsweise eine ‚herrschaftsfreie‘, anarchistische Gesellschaft treten – je nach ideologischer Ausrichtung mit dem Sozialismus als Übergangsphase. Themen wie ‚Antifaschismus‘, ‚Antirepression‘ oder ‚Antigentrifizierung‘ sind dabei anlassbezogen relevante, letztlich aber austauschbare Aktionsfelder, die immer nur der Umsetzung der eigenen ideologischen Vorstellungen dienen. Um diese zu erreichen, sind Linksextremisten grundsätzlich
auch bereit, Gewalt einzusetzen.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Bundesamt für Verfassungsschutz</span>: <cite style="font-style:normal">Verfassungsschutzbericht 2022, S. 126</cite><sup id="cite_ref-143" class="reference"><a href="#cite_note-143"><span class="cite-bracket">[</span>143<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beobachtungsobjekte_des_Verfassungsschutzes_in_Deutschland">Beobachtungsobjekte des Verfassungsschutzes in Deutschland</h3></div>
<p>Eine Erwähnung finden derzeit (VS-Bericht 2018) dem Linksextremismus zugeordnete Aktionsfelder, Parteien, Gruppierungen und Publikationen:
</p>
<ol><li><b>Aktionsfelder:</b> <a href="Antifaschismus" title="Antifaschismus">Antifaschismus</a>, Antirepression, Digitale Repression, Kurdistansolidarität und Antigentrifizierung.</li>
<li><b>Gewaltorientierte Gruppen</b>: <a href="Autonome" title="Autonome">Autonome</a>, Postautonome Zusammenschlüsse, <a href="Interventionistische_Linke" title="Interventionistische Linke">Interventionistische Linke (IL)</a>, <i>… ums Ganze – kommunistisches Bündnis</i> (uG), Perspektive Kommunismus (PK), <a href="Gruppe_ArbeiterInnenmacht" title="Gruppe ArbeiterInnenmacht">Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM)</a></li>
<li><b>Strategische Formen der Gewalt:</b> Konfrontative Gewalt, Klandestine Gewalt, Vertreter des Staates als Feindbild.</li>
<li><b>Kampagnen:</b> „United we stand!“ der „<a href="Rote_Hilfe_(Verein)" title="Rote Hilfe (Verein)">Roten Hilfe e.&nbsp;V.</a>“, „<a href="Ende_Gel%C3%A4nde" title="Ende Gelände">Ende Gelände</a>“, „Das Rote Berlin“ der IL</li>
<li><b>Parteien:</b> <a href="Deutsche_Kommunistische_Partei" title="Deutsche Kommunistische Partei">Deutsche Kommunistische Partei</a> (DKP), <a href="Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands" title="Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands">Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands</a> (MLPD), <a href="Sozialistische_Gleichheitspartei" title="Sozialistische Gleichheitspartei">Sozialistische Gleichheitspartei (SGP)</a>.</li>
<li><b>Weitere Beobachtungsobjekte:</b> <a href="Sozialistische_Deutsche_Arbeiterjugend" title="Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend">Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ)</a>, Jugendverband „Rebell“ der MLPD, <a href="Rote_Hilfe_(Verein)" title="Rote Hilfe (Verein)">Rote Hilfe e.&nbsp;V. (RH)</a>, <a href="Sozialistische_Alternative_(SAV)" title="Sozialistische Alternative (SAV)">Sozialistische Alternative (SAV)</a>, <a href="Kommunistische_Plattform" title="Kommunistische Plattform">Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE (KPF)</a>, <a href="Sozialistische_Linke_(SoL)" title="Sozialistische Linke (SoL)">Sozialistische Linke (SoL)</a>, <a href="Cuba_S%C3%AD" title="Cuba Sí">Arbeitsgemeinschaft Cuba Si (AG Cuba Si)</a>, <a href="Antikapitalistische_Linke" title="Antikapitalistische Linke">Antikapitalistische Linke (AKL)</a>, <a href="Marxistisches_Forum" title="Marxistisches Forum">Marxistisches Forum (MF)</a>, <a href="Geraer_Dialog/Sozialistischer_Dialog" class="mw-redirect" title="Geraer Dialog/Sozialistischer Dialog">Geraer/Sozialistischer Dialog (GSoD)</a>, <a href="Marx21" title="Marx21">Marx21</a></li>
<li><b>Internetplattformen</b></li>
<li><b>Publikationen:</b> <a href="Junge_Welt" title="Junge Welt">Junge Welt (JW)</a> und Publikationen oben genannter Gruppierungen.</li>
<li><b>Veranstaltungen der Szene.</b><sup id="cite_ref-144" class="reference"><a href="#cite_note-144"><span class="cite-bracket">[</span>144<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beendigung_der_Beobachtung_durch_den_Verfassungsschutz">Beendigung der Beobachtung durch den Verfassungsschutz</h3></div>
<p>Der Verfassungsschutz hat eine Vielzahl von Beobachtungen, teils nach erfolgreichen Klagen, teils nach öffentlichem Druck und ohne weitere Erklärung eingestellt.<sup id="cite_ref-:12_116-1" class="reference"><a href="#cite_note-:12-116"><span class="cite-bracket">[</span>116<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:13_145-0" class="reference"><a href="#cite_note-:13-145"><span class="cite-bracket">[</span>145<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wurden insbesondere in konservativ geführten Bundesländern weite Teile der Partei Die Linke überwacht, während heute oft nur Teilgruppen der Partei, wie marx21 überwacht werden. Auch Einzelpersonen, wie der heutige thüringische Ministerpräsident <a href="Bodo_Ramelow" title="Bodo Ramelow">Bodo Ramelow</a> wurden überwacht. Seine Überwachung wurde erst durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln für <a href="Bodo_Ramelow#Unzulässige_Überwachung_durch_Verfassungsschutzbehörden" title="Bodo Ramelow">unzulässig erklärt</a> und beendet.<sup id="cite_ref-:13_145-1" class="reference"><a href="#cite_note-:13-145"><span class="cite-bracket">[</span>145<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_der_Anzahl_von_Linksextremisten_in_Deutschland_aus_Sicht_des_Verfassungsschutzes">Entwicklung der Anzahl von Linksextremisten in Deutschland aus Sicht des Verfassungsschutzes</h3></div>
<p>Das in Verfassungsschutzberichten ausgewiesene Personenpotenzial im Linksextremismus ist von 2000 bis 2010 leicht gesunken. Bei den gewaltorientierten Linksextremisten hat es sich seit 2000 leicht erhöht.<sup id="cite_ref-146" class="reference"><a href="#cite_note-146"><span class="cite-bracket">[</span>146<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Linksextremismuspotenzial
</th>
<th>2000</th>
<th>2001</th>
<th>2002</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005
</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
<th>2008</th>
<th>2009</th>
<th>2010</th>
<th>2011</th>
<th>2012</th>
<th>2013</th>
<th>2016</th>
<th>2017</th>
<th>2018
</th>
<th>2019</th>
<th>2020</th>
<th>2021</th>
<th>2022</th>
<th>2023</th>
<th>2024
</th></tr>
<tr>
<td>Gewaltorientierte Linksextremisten
</td>
<td>7.000</td>
<td>7.000</td>
<td>5.500</td>
<td>5.400</td>
<td>5.500</td>
<td>5.500
</td>
<td>6.000</td>
<td>6.300</td>
<td>6.300</td>
<td>6.000</td>
<td>6.800</td>
<td>7.100</td>
<td>7.100</td>
<td>6.900</td>
<td>8.500</td>
<td>9.000</td>
<td>9.000
</td>
<td>9.200</td>
<td>9.600</td>
<td>10.300</td>
<td>10.800</td>
<td>11.200</td>
<td>11.200
</td></tr>
<tr>
<td>Nicht gewaltorientierte Linksextremisten
</td>
<td>27.000</td>
<td>26.300</td>
<td>26.000</td>
<td>26.300</td>
<td>25.700</td>
<td>25.400
</td>
<td>25.000</td>
<td>24.800</td>
<td>25.200</td>
<td>25.300</td>
<td>25.800</td>
<td>25.000</td>
<td>22.600</td>
<td>21.600</td>
<td>20.900</td>
<td>21.400</td>
<td>24.000
</td>
<td>25.300</td>
<td>25.800</td>
<td>25.500</td>
<td>27.600</td>
<td>27.800</td>
<td>28.800
</td></tr>
<tr>
<td>Σ Nach Abzug von Mehrfachmitgliedschaften
</td>
<td>35.500</td>
<td>32.900</td>
<td>31.100</td>
<td>31.300</td>
<td>30.800</td>
<td>30.600
</td>
<td>30.700</td>
<td>30.800</td>
<td>31.200</td>
<td>31.600</td>
<td>32.200</td>
<td>31.800</td>
<td>29.400</td>
<td>27.700</td>
<td>28.500</td>
<td>29.500</td>
<td>32.000
</td>
<td>33.500</td>
<td>34.300</td>
<td>34.700</td>
<td>36.500</td>
<td>37.000</td>
<td>38.000
</td></tr>
</tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Messung_politisch_motivierter_Straftaten_und_Gefährdungspotential"><span id="Messung_politisch_motivierter_Straftaten_und_Gef.C3.A4hrdungspotential"></span>Messung politisch motivierter Straftaten und Gefährdungspotential</h3></div>
<p>In Deutschland führt das <a href="Bundeskriminalamt_(Deutschland)" title="Bundeskriminalamt (Deutschland)">Bundeskriminalamt</a> (BKA) seit dem Jahr 2001 eine zentrale Statistik über <a href="Politisch_motivierte_Kriminalit%C3%A4t" title="Politisch motivierte Kriminalität">Politisch motivierte Kriminalität</a>. Aus einer linken Weltanschauung begangene Delikte werden dort in der Kategorie „Politisch motivierte Kriminalität – links“ (PMK-links) ausgewiesen.<sup id="cite_ref-147" class="reference"><a href="#cite_note-147"><span class="cite-bracket">[</span>147<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abweichend von der Polizei führen die Verfassungsschutzbehörden Statistiken über extremistisch motivierte Straftaten. Als extremistisch motiviert gelten dabei Delikte, die sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richten. Da aus Sicht des Verfassungsschutzes nicht alle politisch motivierten Straftaten auch gleichzeitig extremistisch motiviert sind, weicht die Anzahl der in Verfassungsschutzberichten erwähnten Delikte regelmäßig von der Anzahl der Delikte in der Polizeilichen Kriminalstatistik ab.
</p><p>Das Bundesamt für Verfassungsschutz sprach im Verfassungsschutzbericht 2020 und 2021 von einer „Radikalisierung“ und einem „hohe[n] Gefährdungspotenzial durch gewaltbereite Linksextremisten in Deutschland“, vor allem in den „Szeneschwerpunkten Berlin, Hamburg und Leipzig“. Die Angriffe würden „zielgerichteter und professioneller“, Opfer seien „zunehmend auch auf einer persönlichen Ebene betroffen“. Auch „Kontakte in lokale <a href="Kampfsport" title="Kampfsport">Kampfsport</a>szenen“, die Teilnahme an Kampfsportveranstaltungen sowie die Veranstaltung eigener Events zum „Schutz vor einer Bedrohung durch politische Gegner“ seien bei Teilen der gewaltorientierten Szene festzustellen. Allerdings, so das Bundesamt, sei innerhalb der Szene „der Einsatz von Schusswaffen oder Sprengsätzen mit der Absicht einer gezielten Tötung der Opfer derzeit nicht festzustellen“.<sup id="cite_ref-148" class="reference"><a href="#cite_note-148"><span class="cite-bracket">[</span>148<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-149" class="reference"><a href="#cite_note-149"><span class="cite-bracket">[</span>149<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aussteigerprogramm_für_Linksextremisten"><span id="Aussteigerprogramm_f.C3.BCr_Linksextremisten"></span>Aussteigerprogramm für Linksextremisten</h3></div>
<p>Seit Oktober 2011 existiert in Deutschland ein Aussteigerprogramm des Bundesamtes für Verfassungsschutz, welches Linksextremisten den Ausstieg aus der Szene ermöglichen soll. Auf diese Weise soll die Anzahl linksextremistisch motivierter Straf- und Gewalttaten reduziert werden. Ausstiegswillige können sich telefonisch über eine Hotline sowie per E-Mail beraten lassen. Zudem soll eine Beratung von Familienangehörigen und Freunden von Linksextremisten erfolgen.<sup id="cite_ref-150" class="reference"><a href="#cite_note-150"><span class="cite-bracket">[</span>150<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach Meinung des Gewalt- und Konfliktforschers <a href="Peter_Imbusch" title="Peter Imbusch">Peter Imbusch</a> bräuchten Aktivisten aus der linken Szene im Gegensatz zu Aussteigern aus dem Islamismus und Rechtsextremismus auf Grund der Heterogenität und fehlender autoritärer Strukturen keinen persönlichen Schutz. Imbusch bewertet das Programm daher als symbolisch.<sup id="cite_ref-151" class="reference"><a href="#cite_note-151"><span class="cite-bracket">[</span>151<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-152" class="reference"><a href="#cite_note-152"><span class="cite-bracket">[</span>152<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einer Antwort der Bundesregierung auf eine <a href="Kleine_Anfrage" title="Kleine Anfrage">Kleine Anfrage</a> der Fraktion <a href="Die_Linke" title="Die Linke">Die Linke</a><sup id="cite_ref-153" class="reference"><a href="#cite_note-153"><span class="cite-bracket">[</span>153<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde bekannt, dass es binnen eines Jahres nach Einführung des Programms nur einen Aussteiger gegeben habe.<sup id="cite_ref-154" class="reference"><a href="#cite_note-154"><span class="cite-bracket">[</span>154<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <a href="Deutsches_Jugendinstitut" title="Deutsches Jugendinstitut">Deutsche Jugendinstitut</a> e.&nbsp;V. (DJI) konnte in seinem 2014 veröffentlichten dritten Evaluationsbericht keinen Bedarf für ein flächendeckendes Präventionsprogramm erkennen.<sup id="cite_ref-155" class="reference"><a href="#cite_note-155"><span class="cite-bracket">[</span>155<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut einem Bericht des RBB vom Februar 2018 sind verschiedene Aussteigerprogramme für Linksextremisten gescheitert, da linke Aussteiger keine Sanktionen aus der Szene befürchteten und sich einfach zurückziehen könnten.<sup id="cite_ref-156" class="reference"><a href="#cite_note-156"><span class="cite-bracket">[</span>156<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Europaweit">Europaweit</h2></div>
<p>Auch in anderen <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a>-Staaten existieren linksextremistische Gruppierungen. Linksextremismus ist dort aufgrund der jeweiligen historischen Rahmenbedingungen unterschiedlich stark ausgeprägt.<sup id="cite_ref-157" class="reference"><a href="#cite_note-157"><span class="cite-bracket">[</span>157<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Kommunistische_Partei" title="Kommunistische Partei">Kommunistischen Parteien</a> sind politisch nicht einheitlich ausgerichtet und mitunter nicht zum extremistischen Spektrum zu rechnen, da reformistisch und realpolitisch orientiert. Einige Extremisten bilden gelegentlich Allianzen mit Demokraten und stoßen so in die Mitte vor. Es sei, so Backes (2011), ein intellektuell aufkommender „Neokommunismus“ und „<a href="Neo-Anarchismus" title="Neo-Anarchismus">Neoanarchismus</a>“ zu beobachten.<sup id="cite_ref-158" class="reference"><a href="#cite_note-158"><span class="cite-bracket">[</span>158<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bezüglich linksextremistisch motivierter Terroranschläge in der EU (2006–2009) sind insbesondere Spanien, Griechenland, Italien und Deutschland zu nennen. Obgleich der Terrorismus der 1970er Jahre überwunden ist, spricht Backes gleichzeitig von einer gewissen gewalttätigen „Renaissance“. Politisch motivierte Gewalt müsse als „komplexe Interaktionsdynamik“ verstanden werden und zwar zwischen Links- und <a href="Rechtsextremismus" title="Rechtsextremismus">Rechtsextremismus</a>.<sup id="cite_ref-159" class="reference"><a href="#cite_note-159"><span class="cite-bracket">[</span>159<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dänemark"><span id="D.C3.A4nemark"></span>Dänemark</h3></div>
<p>In Dänemark spielt der Extremismus eine vergleichsweise zu vernachlässigende Rolle.<sup id="cite_ref-160" class="reference"><a href="#cite_note-160"><span class="cite-bracket">[</span>160<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die älteste Organisation dieser Art ist die <a href="Danmarks_Kommunistiske_Parti" title="Danmarks Kommunistiske Parti">Danmarks Kommunistiske Parti</a>, gegründet 1919.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber210_161-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber210-161"><span class="cite-bracket">[</span>161<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von dieser spalteten sich andere, sowohl extremistische als auch reformistische, Parteien ab.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber210_161-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber210-161"><span class="cite-bracket">[</span>161<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere Bedeutung haben die gut organisierten und militant ausgerichteten autonomen Netzwerke, beispielsweise im Zusammenhang mit dem mittlerweile geschlossenen besetzten Gebäude <a href="Ungdomshuset" title="Ungdomshuset">Ungdomshuset</a> in Kopenhagen.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber210_161-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber210-161"><span class="cite-bracket">[</span>161<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frankreich">Frankreich</h3></div>

<p>In <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> werden traditionell zum Linksextremismus („extrême gauche“) überwiegend maoistische, trotzkistische und anarchistische Kräfte gerechnet.<sup id="cite_ref-162" class="reference"><a href="#cite_note-162"><span class="cite-bracket">[</span>162<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Parti_communiste_fran%C3%A7ais" title="Parti communiste français">Kommunistische Partei Frankreichs</a> (PCF) firmiert nicht unumstritten lediglich unter Linksradikalismus („gauche radicale“), da sie sich überwiegend zum Eurokommunismus bekennt und in der Vergangenheit in Regierungsbeteiligung war. Zu den nennenswerten linksextremistischen Parteien zählen beispielsweise die Trotzkisten <a href="Ligue_communiste_r%C3%A9volutionnaire" title="Ligue communiste révolutionnaire">Ligue communiste révolutionnaire</a> (LCR) und <a href="Lutte_Ouvri%C3%A8re" title="Lutte Ouvrière">Lutte Ouvrière</a> (LO).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beide Parteien traten auch zu Präsidentschaftswahlen an.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1979 entstand die linksterroristische <a href="Action_directe_(Untergrundorganisation)" class="mw-redirect" title="Action directe (Untergrundorganisation)">Action directe</a> (AD).<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie verübte u.&nbsp;a. Anschläge auf staatliche Gebäude.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-3" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kontakte bestanden in dieser Zeit auch zur westdeutschen RAF.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-4" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab 1983 begann die Gruppe Führungspersonen im französischen Militär und in der Wirtschaft zu ermorden, darunter General René Audran und Renault-Chef <a href="Georges_Besse" title="Georges Besse">Georges Besse</a>. Im Jahr 1987 konnten die Gründer der Gruppe festgenommen werden. Einzelne jüngere Anschläge auf den <a href="Schienenverkehr_in_Frankreich" title="Schienenverkehr in Frankreich">Schienenverkehr in Frankreich</a> werden der autonomen Szene zugerechnet und werden nicht als Reinkarnation des französischen Linksterrorismus interpretiert.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber211_163-5" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber211-163"><span class="cite-bracket">[</span>163<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Griechenland">Griechenland</h3></div>
<p><a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenland</a> nimmt beim europäischen Linksextremismus aufgrund der sozioökonomischen Verhältnisse des Landes eine besondere Rolle ein.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber212_164-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber212-164"><span class="cite-bracket">[</span>164<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Politisch weitgehend erfolglos blieb die <a href="Kommunistische_Partei_Griechenlands" title="Kommunistische Partei Griechenlands">Kommunistische Partei Griechenlands</a> (KKE).
</p><p>Zwischen 1973 und 2000 existierte die Terrororganisation <a href="Revolution%C3%A4re_Organisation_17._November" class="mw-redirect" title="Revolutionäre Organisation 17. November">17. November</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber212_164-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber212-164"><span class="cite-bracket">[</span>164<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die in der Folge agierende Gruppe <a href="Epanastatikos_Agonas" title="Epanastatikos Agonas">Epanastatikos Agonas</a> (EA, „Revolutionärer Kampf“) bezeichnet sich als Nachfolgeorganisation des „17. November“.<sup id="cite_ref-165" class="reference"><a href="#cite_note-165"><span class="cite-bracket">[</span>165<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere linksterroristische Organisationen waren <a href="Sechta_Epanastaton" title="Sechta Epanastaton">Sechta Epanastaton</a> („Sekte der Revolutionäre“) und die <a href="Verschw%C3%B6rung_der_Feuerzellen" title="Verschwörung der Feuerzellen">Verschwörung der Feuerzellen</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber212_164-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber212-164"><span class="cite-bracket">[</span>164<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Darüber hinaus ist in der griechischen Hauptstadt (insbesondere im Stadtteil <a href="Exarchia" title="Exarchia">Exarchia</a>) eine gewaltbereite autonome Szene etabliert.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber212_164-3" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber212-164"><span class="cite-bracket">[</span>164<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Italien">Italien</h3></div>

<p>Die <a href="Kommunistische_Partei_Italiens" class="mw-redirect" title="Kommunistische Partei Italiens">Kommunistische Partei Italiens</a> (KPI), gegründet 1921, galt seit ihrer Hinwendung zu <a href="Eurokommunismus" title="Eurokommunismus">eurokommunistischer</a> und parlamentarischer Politik in den 1970er Jahren mehrheitlich nicht mehr als linksextrem.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber213_166-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber213-166"><span class="cite-bracket">[</span>166<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser Begriff war für weiter links stehende Parteien wie die ehemalige <a href="Democrazia_Proletaria" title="Democrazia Proletaria">Democrazia Proletaria</a> (DP) reserviert.<sup id="cite_ref-167" class="reference"><a href="#cite_note-167"><span class="cite-bracket">[</span>167<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> waren von 1970 bis 1988 die <a href="Rote_Brigaden" title="Rote Brigaden">Roten Brigaden</a> (BR) als linksterroristische Vereinigung aktiv.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber214_168-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber214-168"><span class="cite-bracket">[</span>168<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Gruppe von etwa 60 aktiven Mitgliedern verübte vor allem <a href="Mord" title="Mord">Morde</a> (ca. 86),<sup id="cite_ref-169" class="reference"><a href="#cite_note-169"><span class="cite-bracket">[</span>169<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Erpressung" title="Erpressung">Erpressungen</a> und <a href="Bank%C3%BCberfall" class="mw-redirect" title="Banküberfall">Banküberfälle</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber214_168-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber214-168"><span class="cite-bracket">[</span>168<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bekanntestes Opfer war der Politiker <a href="Aldo_Moro" title="Aldo Moro">Aldo Moro</a>.<sup id="cite_ref-170" class="reference"><a href="#cite_note-170"><span class="cite-bracket">[</span>170<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach deren Niedergang in den 1980er Jahren wurde ab 1999 eine Nachfolgeorganisation unter dem Namen Neue Rote Brigaden (Nuove BR) gegründet. Ihnen werden u.&nbsp;a. tödliche Anschläge auf die Regierungsberater Massimo D’Antona und <a href="Marco_Biagi_(Jurist)" title="Marco Biagi (Jurist)">Marco Biagi</a> zugeschrieben.<sup id="cite_ref-171" class="reference"><a href="#cite_note-171"><span class="cite-bracket">[</span>171<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Derzeit gilt die informelle anarchistische Gruppierung <a href="Federazione_Anarchica_Informale" title="Federazione Anarchica Informale">Federazione Anarchica Informale</a> (FAI), die ab 2003 Brief- und <a href="Paketbombe" class="mw-redirect" title="Paketbombe">Paketbomben</a> an nationale und internationale Organisationen wie die <a href="Europ%C3%A4ische_Zentralbank" title="Europäische Zentralbank">Europäische Zentralbank</a> versandte, als linksextremistisch.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber214_168-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber214-168"><span class="cite-bracket">[</span>168<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<p>Ähnlich wie in Deutschland das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz" title="Bundesamt für Verfassungsschutz">Bundesamt für Verfassungsschutz</a> publiziert die <a href="Direktion_Staatsschutz_und_Nachrichtendienst" title="Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst">Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst</a> und vor ihr das 2021 aufgelöste <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz_und_Terrorismusbek%C3%A4mpfung" title="Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung">Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung</a> <a href="Verfassungsschutzbericht" title="Verfassungsschutzbericht">Verfassungsschutzberichte</a>. Unter der Kategorie „Linksextremismus“ werden hier Strömungen gelistet, die „mit Gewaltakzeptanz und -befürwortung verbunden sind“ oder „bewusst Gesetzesbrüche einkalkulieren“. Eine Definition vom Begriff Linksextremismus erfolgt im Verfassungsschutzbericht nicht. Die als klein eingeschätzte Szene bestehe zum einen aus einem „marxistischen/leninistischen/trotzkistischen Bereich“ und einem „autonom-anarchistischen Spektrum“. Im Berichtsjahr 2020 wurden lediglich 38 Personen „im Zuge der Bekämpfung linksextremer Aktivitäten“ angezeigt.<sup id="cite_ref-:7_172-0" class="reference"><a href="#cite_note-:7-172"><span class="cite-bracket">[</span>172<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während der österreichische Verfassungsschutzbericht keine Parteien als linksextremistisch benennt,<sup id="cite_ref-:7_172-1" class="reference"><a href="#cite_note-:7-172"><span class="cite-bracket">[</span>172<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zählt Pfahl-Traughber die <a href="Kommunistische_Partei_%C3%96sterreichs" title="Kommunistische Partei Österreichs">Kommunistische Partei Österreichs</a> (KPÖ), die federführend im <a href="Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus" title="Widerstand gegen den Nationalsozialismus">Widerstand gegen den Nationalsozialismus</a> aktiv war, zum Kern des <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">österreichischen</a> Linksextremismus.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber214_168-3" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber214-168"><span class="cite-bracket">[</span>168<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Partei richtete sich nach dem Zweiten Weltkrieg antifaschistisch, aber nicht antiextremistisch aus, beteiligte sich an der Gründung der <a href="Zweite_Republik_(%C3%96sterreich)" class="mw-redirect" title="Zweite Republik (Österreich)">Zweiten Republik</a> mit Regierungsverantwortung und konnte später vereinzelt Wahlerfolge erzielen.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber214_168-4" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber214-168"><span class="cite-bracket">[</span>168<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vom Stalinismus distanzierte man sich spät,<sup id="cite_ref-173" class="reference"><a href="#cite_note-173"><span class="cite-bracket">[</span>173<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aber deutlich. So formulierte der Parteivorsitzende Mirko Messner: „Die KPÖ hat mit dem Stalinismus, der auch in der KPÖ nach 1945 vorherrschend war, radikal abgerechnet.“<sup id="cite_ref-174" class="reference"><a href="#cite_note-174"><span class="cite-bracket">[</span>174<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut ihren Statuten tritt die KPÖ für eine „radikaldemokratische Reformpolitik […] mit einer revolutionären, die bestehende kapitalistische Gesellschaft überwindenden Perspektive“ ein. Ihr Ziel sei ein „<a href="Demokratischer_Sozialismus" title="Demokratischer Sozialismus">Sozialismus demokratischen Charakters</a>“.<sup id="cite_ref-175" class="reference"><a href="#cite_note-175"><span class="cite-bracket">[</span>175<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Wahlbündnis <a href="Linke_(Partei)" title="Linke (Partei)">Linke</a> trat 2008 als eher unbedeutende Konkurrenz hinzu. Dieses besteht aus mehreren linksextremistischen Kleinparteien.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber215_176-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber215-176"><span class="cite-bracket">[</span>176<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine sich in gewaltbereiten Kontexten bewegende Gruppe stellt die autonome Szene dar, die u.&nbsp;a. durch Hausbesetzungen auf sich aufmerksam macht.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber215_176-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber215-176"><span class="cite-bracket">[</span>176<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Polen">Polen</h3></div>
<p>Die <a href="Kommunistische_Partei_Polens_(2002)" title="Kommunistische Partei Polens (2002)">Kommunistische Partei Polens</a> (KPP) mit marxistisch-leninistischer Ausrichtung wurde 2002 wiederbegründet.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber216_177-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber216-177"><span class="cite-bracket">[</span>177<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweden">Schweden</h3></div>
<p>Aufgrund des <a href="Schwedischer_Wohlfahrtsstaat" title="Schwedischer Wohlfahrtsstaat">Schwedischen Wohlfahrtsstaats</a> spielt der Linksextremismus bisher nur eine untergeordnete Rolle, wenngleich verschiedene orthodox-kommunistische Strömungen mit im Laufe der Geschichte existierten.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber217_178-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber217-178"><span class="cite-bracket">[</span>178<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu den wichtigsten gehört die Kommunistische Partei (KP) und die <a href="Kommunistiska_partiet" title="Kommunistiska partiet">Kommunistische Partei des Marxismus-Leninismus</a> (KPML), die auch Verbindungen zur DKP hält.<sup id="cite_ref-179" class="reference"><a href="#cite_note-179"><span class="cite-bracket">[</span>179<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> sind darüber hinaus schwach organisierte autonome Gruppen wie die Antifaschistische Aktion (AFA) aktiv.<sup id="cite_ref-180" class="reference"><a href="#cite_note-180"><span class="cite-bracket">[</span>180<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<p>Auch der <a href="Schweizer_Nachrichtendienste" title="Schweizer Nachrichtendienste">Schweizer Nachrichtendienst des Bundes</a> (NDB) führt in seinen Lageberichten die Kategorie „Linksextremismus“. Dabei äußert sich der NDB nicht dazu, was er unter dem Schlagwort „Linksextremismus“ versteht.<sup id="cite_ref-181" class="reference"><a href="#cite_note-181"><span class="cite-bracket">[</span>181<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Einschätzung des Nachrichtendienstes standen 2021 insbesondere Antikapitalismus, Antifaschismus und die kurdische Sache im Fokus gewalttätiger Linksextremisten. Dabei wurden 81 Gewalttaten gezählt (2020: 107).<sup id="cite_ref-182" class="reference"><a href="#cite_note-182"><span class="cite-bracket">[</span>182<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Spanien">Spanien</h3></div>
<p>Die Ursprünge der extremen Linken in <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> gehen auf die <a href="Partido_Comunista_de_Espa%C3%B1a" title="Partido Comunista de España">Partido Comunista de España</a> (PCE), gegründet 1921 und verboten unter General <a href="Franco" class="mw-redirect" title="Franco">Franco</a>, zurück.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber218_183-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber218-183"><span class="cite-bracket">[</span>183<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund ihrer späteren Ausrichtung am Eurokommunismus spielte sie eine „konstruktive Rolle“ bei der <a href="Transition_in_Spanien" title="Transition in Spanien">Transition</a>.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber218_183-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber218-183"><span class="cite-bracket">[</span>183<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie kann heute daher nicht mehr dem harten Linksextremismus zugerechnet werden.<sup id="cite_ref-184" class="reference"><a href="#cite_note-184"><span class="cite-bracket">[</span>184<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ende der 1950er Jahre gewann die linksextremistisch, separatistisch <a href="Baskenland" title="Baskenland">baskisch</a>-nationalistische <a href="Euskadi_Ta_Askatasuna" title="Euskadi Ta Askatasuna">Euskadi Ta Askatasuna</a> (ETA) an Bedeutung.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber218_183-2" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber218-183"><span class="cite-bracket">[</span>183<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie verübte Anschläge, Entführungen und Morde.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber218_183-3" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber218-183"><span class="cite-bracket">[</span>183<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der politische Arm, die <a href="Herri_Batasuna" class="mw-redirect" title="Herri Batasuna">Herri Batasuna</a> (HB), wurde 2003 verboten.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber218_183-4" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber218-183"><span class="cite-bracket">[</span>183<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch weitere Nachfolgeorganisationen der HB wurden von spanischen Gerichten verboten.<sup id="cite_ref-185" class="reference"><a href="#cite_note-185"><span class="cite-bracket">[</span>185<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tschechien">Tschechien</h3></div>
<p>In <a href="Tschechien" title="Tschechien">Tschechien</a> blieb die Nachfolgepartei der <a href="Komunistick%C3%A1_strana_%C4%8Ceskoslovenska" title="Komunistická strana Československa">Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei</a>, die <a href="Kommunistische_Partei_B%C3%B6hmens_und_M%C3%A4hrens" class="mw-redirect" title="Kommunistische Partei Böhmens und Mährens">Kommunistische Partei Böhmens und Mährens</a> (KSČM), reformunwillig.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber219_186-0" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber219-186"><span class="cite-bracket">[</span>186<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die KSČM zeichnet sich durch „Konservatismus“ und „Orthodoxie“ aus.<sup id="cite_ref-187" class="reference"><a href="#cite_note-187"><span class="cite-bracket">[</span>187<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie hat allerdings viele Wähler und ist die dominierende linksextremistische Kraft des Landes.<sup id="cite_ref-PfahlTraughber219_186-1" class="reference"><a href="#cite_note-PfahlTraughber219-186"><span class="cite-bracket">[</span>186<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Indien">Indien</h2></div>
<p>Neben Bestrebungen in Europa sind auch weltweite<sup id="cite_ref-188" class="reference"><a href="#cite_note-188"><span class="cite-bracket">[</span>188<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> linksextremistische Phänomene zu beobachten. So wird der militante <a href="Maoismus" title="Maoismus">Maoismus</a> in Indien, der heute im Wesentlichen durch die <a href="Naxaliten" title="Naxaliten">Naxaliten</a> getragen wird, von den indischen Politikwissenschaftlern <a href="Bidyut_Chakrabarty" title="Bidyut Chakrabarty">Bidyut Chakrabarty</a> (<a href="University_of_Delhi" title="University of Delhi">University of Delhi</a>) und Rajat Kumar Kujur (Sambalpur University) als „<a href="Reinkarnation" title="Reinkarnation">Reinkarnation</a>“ des Linksextremismus („ultra-left wing extremism“) im 21. Jahrhundert bezeichnet.<sup id="cite_ref-189" class="reference"><a href="#cite_note-189"><span class="cite-bracket">[</span>189<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bewegung gilt als „größte Gefahr für die innere Sicherheit des Landes“.<sup id="cite_ref-190" class="reference"><a href="#cite_note-190"><span class="cite-bracket">[</span>190<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Beobachtung_der_Partei_Die_Linke_durch_den_Verfassungsschutz" title="Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz">Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz</a></li>
<li><a href="Linksextremismus_im_Internet" title="Linksextremismus im Internet">Linksextremismus im Internet</a></li>
<li><a href="Linksfaschismus" title="Linksfaschismus">Linksfaschismus</a> (politischer Kampfbegriff)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dokumentationen">Dokumentationen</h2></div>
<p>Auch in Print, Film und neuen Medien wurde in der Vergangenheit Linksextremismus thematisiert. Die Feuilletons kritisieren einzelne Produktionen zum Teil als „sozialromantisch“.<sup id="cite_ref-191" class="reference"><a href="#cite_note-191"><span class="cite-bracket">[</span>191<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Analyse ergab, dass in der Literatur zu den Subkulturen vorrangig historische Betrachtungen vorliegen.<sup id="cite_ref-Hoffmann_192-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hoffmann-192"><span class="cite-bracket">[</span>192<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><a href="Stefan_Aust" title="Stefan Aust">Stefan Aust</a>, Helmar Büchel: <i>Die RAF</i>. Zweiteilige Dokumentation. <a href="NDR" class="mw-redirect" title="NDR">NDR</a>, Deutschland 2007.</li>
<li>Robert Gordon: <i>Am linken Rand</i>. Dokumentation. <a href="Am_Schauplatz" title="Am Schauplatz">Am Schauplatz</a> (<a href="ORF" class="mw-redirect" title="ORF">ORF</a>), Deutschland 2010.</li>
<li>Mosco Boucault: <i>Sie waren die Terroristen der Roten Brigaden</i>. Dokumentation. <a href="Arte" title="Arte">arte</a>, Frankreich 2011.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einführende_Monografien"><span id="Einf.C3.BChrende_Monografien"></span>Einführende Monografien</h3></div>
<ul><li><a href="Patrick_Moreau" title="Patrick Moreau">Patrick Moreau</a>, Jürgen P. Lang: <i>Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr</i> (= <i>Schriftenreihe Extremismus &amp; Demokratie</i>, Band 8). Bouvier Verlag, Bonn 1996, ISBN 3-416-02543-1.</li>
<li><a href="Harald_Bergsdorf" title="Harald Bergsdorf">Harald Bergsdorf</a>, <a href="Rudolf_van_H%C3%BCllen" title="Rudolf van Hüllen">Rudolf van Hüllen</a>: <i><a href="Linksextrem_%E2%80%93_Deutschlands_untersch%C3%A4tzte_Gefahr%3F" title="Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?">Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?</a> Zwischen Brandanschlag und Bundestagsmandat</i>. Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-77242-8.</li>
<li><a href="Armin_Pfahl-Traughber" title="Armin Pfahl-Traughber">Armin Pfahl-Traughber</a>: <i>Linksextremismus in Deutschland. Eine kritische Bestandsaufnahme</i>. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04506-7.<sup id="cite_ref-193" class="reference"><a href="#cite_note-193"><span class="cite-bracket">[</span>193<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Klaus_Schroeder" title="Klaus Schroeder">Klaus Schroeder</a>, Monika Deutz-Schroeder:
<ul><li><i>Gegen Staat und Kapital – für die Revolution! Linksextremismus in Deutschland – eine empirische Studie.</i> Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. 2015. ISBN 978-3-631-66283-0.</li>
<li><i>Linksextreme Einstellungen und Feindbilder. Befragungen, Statistiken und Analysen.</i> Peter Lang Edition. Frankfurt/M. 2016.</li>
<li><i>Der Kampf ist nicht zu Ende. Geschichte und Aktualität linker Gewalt</i>. Herder, Freiburg 2019, ISBN 978-3-451-38298-7.</li></ul></li>
<li><a href="J%C3%BCrgen_P._Lang" title="Jürgen P. Lang">Jürgen P. Lang</a>: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> In: <i>Extremismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis</i>. Nomos Verlag, Baden-Baden 2018, ISBN 978-3-8487-1807-8 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://txt.extremismus.com/linksextremismus.pdf">Text online</a> (pdf 0,7 MB)).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wissenschaftlicher_Diskurs_2">Wissenschaftlicher Diskurs</h3></div>
<ul><li>Ulrich Dovermann (Hrsg.): <i>Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland</i> (= <i>Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung.</i> Band 1135). Mit Beiträgen von <a href="Uwe_Backes" title="Uwe Backes">Uwe Backes</a>, <a href="Udo_Baron" title="Udo Baron">Udo Baron</a>, Astrid Bötticher, <a href="Rainer_Erb" title="Rainer Erb">Rainer Erb</a>, <a href="Hans-Gerd_Jaschke" title="Hans-Gerd Jaschke">Hans-Gerd Jaschke</a>, <a href="Eckhard_Jesse" title="Eckhard Jesse">Eckhard Jesse</a>, Marie-Isabel Kane, <a href="Hubert_Kleinert" title="Hubert Kleinert">Hubert Kleinert</a>, Carsten Koschmieder, <a href="Gero_Neugebauer" title="Gero Neugebauer">Gero Neugebauer</a>, <a href="Richard_St%C3%B6ss" title="Richard Stöss">Richard Stöss</a>, Armin Pfahl-Traughber. <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0.</li>
<li>José Pedro Zúquete (Hrsg.): <i>The Palgrave Handbook of Left-Wing Extremism</i>. Zwei Bände, Palgrave Macmillan, Cham 2023, ISBN 978-3-031-30896-3 und ISBN 978-3-031-36267-5</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einzelbetrachtungen">Einzelbetrachtungen</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Parteien_2">Parteien</h4></div>
<ul><li>Luke March: <i>Parteien links der Sozialdemokratie in Europa. Vom Marxismus zum Mainstream?</i> <a href="Friedrich-Ebert-Stiftung" title="Friedrich-Ebert-Stiftung">Friedrich-Ebert-Stiftung</a>, Internationale Politikanalyse, Abteilung Internationaler Dialog, Berlin u.&nbsp;a. 2008, ISBN 978-3-86872-001-3 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/05817.pdf">(PDF)</a>.</li>
<li><a href="Viola_Neu" title="Viola Neu">Viola Neu</a>: <i>Das Janusgesicht der PDS. Wähler und Partei zwischen Demokratie und Extremismus</i> (= <i>Extremismus und Demokratie</i>. Band 9). Nomos Verlag, Baden-Baden 2004, ISBN 3-8329-0487-5.</li>
<li>Michael Roik: <i>Extremismus und Demokratie. Die DKP und die demokratischen Parteien 1968–1984.</i> VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15061-8.</li>
<li>Tom Thieme: <i>Hammer, Sichel, Hakenkreuz. Parteipolitischer Extremismus in Osteuropa. Entstehungsbedingungen und Erscheinungsformen</i> (= <i>Extremismus und Demokratie.</i> Band 16). Nomos Verlag, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-3036-3.</li>
<li>Eckhard Jesse, Jürgen P. Lang: <i>Die Linke – der smarte Extremismus einer deutschen Partei.</i> Olzog Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7892-8257-7.</li>
<li>Sascha Dietze: <i>Die Ideologie der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD)</i> (= <i>Chemnitzer Beiträge zur Politik und Geschichte.</i> Band 6). Lit Verlag, Berlin u. a. 2010, ISBN 978-3-643-10838-8.</li>
<li>Tom Mannewitz: <i>Linksextremistische Parteien in Europa nach 1990. Ursachen für Wahlerfolge und -misserfolge</i> (= <i>Extremismus und Demokratie.</i> Band 23). Nomos Verlag, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-7553-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ideologien_und_Aktionsfelder">Ideologien und Aktionsfelder</h4></div>
<ul><li><a href="Dieter_Portner" title="Dieter Portner">Dieter Portner</a>: <i>Bundeswehr und Linksextremismus</i> (= <i>Geschichte und Staat</i>. Band 198/199). Olzog Verlag, München u.&nbsp;a. 1976, ISBN 3-7892-7114-4.</li>
<li>Kristin Wesemann: <i>Ulrike Meinhof. Kommunistin, Journalistin, Terroristin – eine politische Biografie</i> (= <i>Extremismus und Demokratie.</i> Band 15). Nomos Verlag, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2933-6.</li>
<li>Viola Neu: <i>Rechts- und Linksextremismus in Deutschland. Wahlverhalten und Einstellungen</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-940955-61-6 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_15968-544-1-30.pdf?120404131021">(PDF)</a></li>
<li>Karsten Dustin Hoffmann: <i>„Rote Flora“. Ziele, Mittel und Wirkungen eines linksautonomen Zentrums in Hamburg</i> (= <i>Extremismus und Demokratie.</i> Band 21). Nomos Verlag, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6996-7.</li>
<li><a href="J%C3%BCrgen_P._Lang" title="Jürgen P. Lang">Jürgen P. Lang</a>: <i>Für eine bessere Welt? Linksextremistische Argumentationsmuster</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-942775-94-6 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_31312-544-1-30.pdf">(PDF)</a>.</li>
<li>Rudolf van Hüllen: <i>Definition und Dimension, Erscheinungsformen und Kernaussagen des Linksextremismus. Überlegungen zur Prävention von Linksextremismus (Teil 1)</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-942775-63-2 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_31305-544-1-30.pdf?121015155907">(PDF)</a></li>
<li>Rudolf van Hüllen: <i>Kommunikationsmethoden und Rekrutierungsstrategien im Linksextremismus. Überlegungen zur Prävention von Linksextremismus (Teil 2)</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-942775-64-9 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_31306-1522-1-30.pdf?120612225146">(PDF)</a></li>
<li>Viola Neu: <i>Linksextremismus in Deutschland. Erscheinungsbild und Wirkung auf Jugendliche. Auswertung einer qualitativen explorativen Studie</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-942775-62-5 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_30042-544-1-30.pdf">(PDF)</a></li>
<li><a href="Bettina_Blank" title="Bettina Blank">Bettina Blank</a>: <i>„Deutschland, einig Antifa“? „Antifaschismus“ als Agitationsfeld von Linksextremisten</i> (= <i>Extremismus und Demokratie.</i> Band 28). Nomos Verlag, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-8487-0699-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Linksterrorismus">Linksterrorismus</h4></div>
<ul><li>Bernhard Rabert: <i>Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute.</i> Bernard &amp; Graefe, Bonn 1995, ISBN 3-7637-5939-5.</li>
<li>Dominique Grisard: <i>Gendering Terror. Eine Geschlechtergeschichte des Linksterrorismus in der Schweiz</i> (= Reihe <i>Politik der Geschlechterverhältnisse.</i> Band 44). Campus, Frankfurt am Main u.&nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-593-39281-3.</li>
<li><a href="Irene_Bandhauer-Sch%C3%B6ffmann" title="Irene Bandhauer-Schöffmann">Irene Bandhauer-Schöffmann</a>, <a href="Dirk_van_Laak" title="Dirk van Laak">Dirk van Laak</a> (Hrsg.): <i>Der Linksterrorismus der 1970er-Jahre und die Ordnung der Geschlechter</i> (= <i>Giessen contributions to the study of culture</i>, Band 9). WVT – Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2013, ISBN 978-3-86821-486-4.</li>
<li><a href="Gudrun_Schwibbe" title="Gudrun Schwibbe">Gudrun Schwibbe</a>: <i>Erzählungen vom Anderssein. Linksterrorismus und Alterität.</i> Waxmann, Münster u.&nbsp;a. 2013, ISBN 978-3-8309-2892-8.</li>
<li>Christian Lütnant: <i>„Im Kopf der Bestie“ Die RAF und ihr internationalistisches Selbstverständnis</i> (= <i>Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag, Reihe Geschichtswissenschaft.</i> Band 23). Tectum, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3322-7.</li>
<li><a href="Petra_Terhoeven" title="Petra Terhoeven">Petra Terhoeven</a>: <i>Deutscher Herbst in Europa. Der Linksterrorismus der siebziger Jahre als transnationales Phänomen.</i> Oldenbourg, München 2014, ISBN 978-3-486-71866-9.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Internationale_Betrachtungen">Internationale Betrachtungen</h4></div>
<p>Folgende englischsprachige Werke betrachten den gewalttätigen Linksextremismus in einzelnen Ländern:
</p>
<ul><li>David Moss: <i>The politics of left-wing violence in Italy, 1969–85</i>. St. Martin’s, New York 1989, ISBN 0-312-02814-8.</li>
<li>Raimondo Catanzaro: <i>The Red Brigades and Left-wing Terrorism in Italy</i>. Pinter Publishers, London 1991, ISBN 0-86187-893-0.</li>
<li>Yonah Alexander, Dennis A. Pluchinsky (Hrsg.): <i>Europe’s red terrorists. The fighting communist organizations</i>. Frank Cass &amp; Co, Oxford 1992, ISBN 0-7146-3488-3.</li>
<li>Michael Y. Dartnell: <i>Action Directe. Ultra Left Terrorism in France 1979–1987</i>. Frank Cass &amp; Co., London u.&nbsp;a. 1995, ISBN 0-7146-4566-4.</li>
<li>Gerrit-Jan Berendse, Ingo Cornils (Hrsg.): <i>Baader-Meinhof Returns. History and Cultural Memory of German Left-wing Terrorism</i> (= <i>German monitor</i>. Band 70). Rodopi, Amsterdam u.&nbsp;a. 2008, ISBN 978-90-420-2391-8.</li>
<li><a href="Bidyut_Chakrabarty" title="Bidyut Chakrabarty">Bidyut Chakrabarty</a>, Rajat Kumar Kujur: <i>Maoism in India. Reincarnation of Ultra-Left Wing Extremism in the Twenty-First Century</i> (= <i>Routledge Contemporary South Asia Series</i>. Band 22). Routledge, Abingdon 2010, ISBN 978-0-415-54486-3.</li>
<li>D. Suba Chandran, P.R. Chari (Hrsg.): <i>Armed Conflicts in South Asia. Growing Left-wing Extremism and Religious Violence</i>. Routledge India, Neu-Delhi u.&nbsp;a. 2011, ISBN 978-0-415-61256-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jahrbücher"><span id="Jahrb.C3.BCcher"></span>Jahrbücher</h3></div>
<ul><li><a href="Uwe_Backes" title="Uwe Backes">Uwe Backes</a>, <a href="Alexander_Gallus_(Historiker)" title="Alexander Gallus (Historiker)">Alexander Gallus</a>, <a href="Eckhard_Jesse" title="Eckhard Jesse">Eckhard Jesse</a> (Hrsg.): <i><a href="Jahrbuch_Extremismus_%26_Demokratie" title="Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie">Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie</a>.</i> Nomos Verlag, Baden-Baden 2010 ff. (Ersterscheinung 1989)</li>
<li>Martin H. W. Möllers, Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.): <i><a href="Jahrbuch_%C3%96ffentliche_Sicherheit" title="Jahrbuch Öffentliche Sicherheit">Jahrbuch Öffentliche Sicherheit</a></i>. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2003 ff.</li>
<li>Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hsbund.de/DE/01_Hochschule/30_Zentrale_Hochschulverwaltung/15_Referat_W/40_Publikationen/20_Schriften_Extremismus_Terrorismus/Schriften_Extremismus_Terrorismus-node.html">Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung</a>.</i> Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Brühl 2008 ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Linksextremismus" class="extiw external" title="q:Linksextremismus">Wikiquote: Linksextremismus</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Linksextremismus" class="extiw external" title="wikt:Linksextremismus">Wiktionary: Linksextremismus</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=041366506">Publikationen zum Sachbegriff Linksextremismus</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=false&amp;query=Linksextremismus">Suche nach Linksextremismus</a>. In: <a href="Deutsche_Digitale_Bibliothek" title="Deutsche Digitale Bibliothek">Deutsche Digitale Bibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://stabikat.de/Search/Results?lookfor=Linksextremismus">Suche nach Linksextremismus</a> im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – <a href="Stiftung_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz" title="Stiftung Preußischer Kulturbesitz">Preußischer Kulturbesitz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://web.archive.org/web/20120125055941/http://bibliolinx.wikispaces.com/Bibliographie+Linksextremismus">Bibliographie zur Linksextremismusforschung</a> (BiblioLinX)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/themen/0MZTC7,0,Linksextremismus.html">Dossier <i>Linksextremismus</i></a> bei der <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bige.bayern.de/infos_zu_extremismus/linksextremismus/index.html">Thema <i>Linksextremismus</i></a> bei der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus beim <a href="Bayerisches_Landesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz" title="Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz">Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-:4-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:4_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_1-6">g</a></sup></span> <span class="reference-text">Max Fuhrmann: <cite style="font-style:italic">Wer vage bleibt, gewinnt</cite>. In: Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Jahrbuch Extremismus &amp; Demokratie (E &amp; D) 2019</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>31</span>. Nomos, Baden-Baden 2019, ISBN 978-3-8487-6408-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>81–96</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Linksextremismus&amp;rft.atitle=Wer+vage+bleibt%2C+gewinnt&amp;rft.au=Max+Fuhrmann&amp;rft.btitle=Jahrbuch+Extremismus+%26+Demokratie+%28E+%26+D%29+2019&amp;rft.date=2019&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783848764082&amp;rft.pages=81-96&amp;rft.place=Baden-Baden&amp;rft.pub=Nomos&amp;rft.volume=31" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:5-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:5_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_2-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Lena Lehmann, Nadine Jukschat: <cite style="font-style:italic">„Linksextremismus“ – ein problematisches Konzept. Perspektiven verschiedener Praxisakteure</cite>. In: <cite style="font-style:italic">SIAK-Journal – Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>4</span>, Februar 2022, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>41–52</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.7396/2019_4_D">10.7396/2019_4_D</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bmi.gv.at/104/Wissenschaft_und_Forschung/SIAK-Journal/SIAK-Journal-Ausgaben/Jahrgang_2019/files/Lehmann_4_2019.pdf">bmi.gv.at</a> [PDF]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Linksextremismus&amp;rft.atitle=%E2%80%9ELinksextremismus%E2%80%9C+-+ein+problematisches+Konzept.+Perspektiven+verschiedener+Praxisakteure&amp;rft.au=Lena+Lehmann%2C+Nadine+Jukschat&amp;rft.date=2022-02&amp;rft.doi=10.7396%2F2019_4_D&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=4&amp;rft.jtitle=SIAK-Journal+-+Zeitschrift+f%C3%BCr+Polizeiwissenschaft+und+polizeiliche+Praxis&amp;rft.pages=41-52" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:3-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:3_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_3-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_3-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_3-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_3-5">f</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Friedbert Mühldorfer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Linksextremismus_und_Linksradikalismus_(20._Jahrhundert)"><i>Linksextremismus und Linksradikalismus (20. Jahrhundert).</i></a> In: <i>Historisches Lexikon Bayerns.</i> 27.&nbsp;August 2007,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 11.&nbsp;Oktober 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALinksextremismus&amp;rft.title=Linksextremismus+und+Linksradikalismus+%2820.+Jahrhundert%29&amp;rft.description=Linksextremismus+und+Linksradikalismus+%2820.+Jahrhundert%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.historisches-lexikon-bayerns.de%2FLexikon%2FLinksextremismus_und_Linksradikalismus_%2820._Jahrhundert%29&amp;rft.creator=Friedbert+M%C3%BChldorfer&amp;rft.date=2007-08-27">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-PfahlTraughber20-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber20_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber20_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber20_4-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 20.</span>
</li>
<li id="cite_note-:2-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:2_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_5-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_5-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Bundesfachstelle Linke Militanz: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.linke-militanz.de/ueber-uns/begriffverstaednis-linke-militanz/"><i>Begriffsverständnis linker Militanz.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 11.&nbsp;Oktober 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALinksextremismus&amp;rft.title=Begriffsverst%C3%A4ndnis+linker+Militanz&amp;rft.description=Begriffsverst%C3%A4ndnis+linker+Militanz&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.linke-militanz.de%2Fueber-uns%2Fbegriffverstaednis-linke-militanz%2F&amp;rft.creator=Bundesfachstelle+Linke+Militanz">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:6-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:6_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:6_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:6_6-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:6_6-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Bundesamt für Verfassungsschutz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/vsb-2021-gesamt.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4"><i>Verfassungsschutzbericht 2021.</i></a> (PDF)<span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 10.&nbsp;Oktober 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALinksextremismus&amp;rft.title=Verfassungsschutzbericht+2021&amp;rft.description=Verfassungsschutzbericht+2021&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bmi.bund.de%2FSharedDocs%2Fdownloads%2FDE%2Fpublikationen%2Fthemen%2Fsicherheit%2Fvsb-2021-gesamt.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D4&amp;rft.creator=Bundesamt+f%C3%BCr+Verfassungsschutz">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:1-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 23–24.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus von Beyme: <cite style="font-style:italic">Sozialismus – Theorien des Sozialismus, Anarchismus und Kommunismus im Zeitalter der Ideologien 1789 – 1945</cite>. 1. Auflage. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-02950-0.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Linksextremismus&amp;rft.au=Klaus+von+Beyme&amp;rft.btitle=Sozialismus+-+Theorien+des+Sozialismus%2C+Anarchismus+und+Kommunismus+im+Zeitalter+der+Ideologien+1789+-+1945&amp;rft.date=2013&amp;rft.edition=1.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783658029500&amp;rft.place=Wiesbaden&amp;rft.pub=Springer+VS" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Astrid Bötticher, Miroslav Mareš: <i>Extremismus. Theorien, Konzepte, Formen</i>. Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-59793-6, S. 352 ff. (siehe Kapitel 10.1: Konzeptualisierung des Linksextremismus)</span>
</li>
<li id="cite_note-:8-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:8_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_10-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <cite style="font-style:italic">Linksextremismus in Deutschland – Eine kritische Bestandsaufnahme</cite>. 2. Auflage. 2020, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>41</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Linksextremismus&amp;rft.au=Armin+Pfahl-Traughber&amp;rft.btitle=Linksextremismus+in+Deutschland+-+Eine+kritische+Bestandsaufnahme&amp;rft.date=2020&amp;rft.edition=2.&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=41" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-PfahlTraughber6f-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber6f_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber6f_11-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber6f_11-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 6 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Linksextrem_%E2%80%93_Deutschlands_untersch%C3%A4tzte_Gefahr%3F" title="Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?">Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?</a> Zwischen Brandanschlag und Bundestagsmandat.</i> Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 11.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Elisabeth_Noelle-Neumann" title="Elisabeth Noelle-Neumann">Elisabeth Noelle-Neumann</a>, Erp Ring: <i>Das Extremismus-Potential unter jungen Leuten in der Bundesrepublik Deutschland 1984</i>. Hrsg. durch das Bundesministerium des Innern, Bonn 1984.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Viola Neu: <i>Rechts- und Linksextremismus in Deutschland. Wahlverhalten und Einstellungen</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-940955-61-6 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_15968-544-1-30.pdf?120404131021">(PDF)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Viola Neu: <i>Linksextremismus in Deutschland. Erscheinungsbild und Wirkung auf Jugendliche. Auswertung einer qualitativen explorativen Studie</i>. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u.&nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-942775-62-5 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_30042-544-1-30.pdf">(PDF)</a></span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Schölermann: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140628022806/http://www.tagesschau.de/inland/linksextremismus-100.html"><i>Studie gegen Wissenslücke der Behörden. Keine Ahnung vom Linksextremismus</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 28. Juni 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), auf tagesschau.de, 27. Juni 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-Schroeder-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Schroeder_18-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Klaus_Schroeder" title="Klaus Schroeder">Klaus Schroeder</a> und Monika Deutz-Schroeder: <i>Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!</i> 2015, S. 1.</span>
</li>
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<li id="cite_note-PfahlTraughber130-108"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber130_108-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PfahlTraughber130_108-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 130.</span>
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<li id="cite_note-PfahlTraughber132-110"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-PfahlTraughber132_110-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Armin Pfahl-Traughber: <i>Linksextremismus in Deutschland.</i> 2014, S. 132.</span>
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<li id="cite_note-113"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-113">↑</a></span> <span class="reference-text">Solveig Grothe: <cite style="font-style:italic">Nancy Faeser und ihr Beitrag in »antifa«: Wer steckt hinter der VVN-BdA?</cite> In: <cite style="font-style:italic">Der Spiegel</cite>. 6.&nbsp;Februar 2022, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%222195-1349%22&amp;key=cql">2195-1349</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/geschichte/nancy-faeser-und-ihr-beitrag-in-antifa-wer-steckt-hinter-der-vvn-bda-a-1716e69a-0ee9-4179-97c6-0d634aeb1abe">spiegel.de</a> [abgerufen am 19.&nbsp;Oktober 2022]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Linksextremismus&amp;rft.atitle=Nancy+Faeser+und+ihr+Beitrag+in+%C2%BBantifa%C2%AB%3A+Wer+steckt+hinter+der+VVN-BdA%3F&amp;rft.au=Solveig+Grothe&amp;rft.date=2022-02-06&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=2195-1349&amp;rft.jtitle=Der+Spiegel" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-187"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-187">↑</a></span> <span class="reference-text">Lukáš Novotný: <i>Extremismus in Tschechien.</i> In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): <i>Extremismus in den EU-Staaten</i>. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 397–411, hier S. 406.</span>
</li>
<li id="cite_note-188"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-188">↑</a></span> <span class="reference-text">Stephen E. Atkins: <i>Encyclopedia of Modern Worldwide Extremists and Extremist Groups</i>. Greenwood Publishing Group, Westport 2004, ISBN 0-313-32485-9.</span>
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<li id="cite_note-189"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-189">↑</a></span> <span class="reference-text">Bidyut Chakrabarty, Rajat Kumar Kujur: <i>Maoism in India. Reincarnation of Ultra-Left Wing Extremism in the Twenty-First Century</i> (= <i>Routledge Contemporary South Asia Series</i>. Band 22). Routledge, Abingdon 2010, ISBN 978-0-415-54486-3.</span>
</li>
<li id="cite_note-190"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-190">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nzz.ch/die_groesste_bedrohung_fuer_den_staat-1.1019094"><i>«Die grösste Bedrohung für den Staat»</i></a>. Neue Zürcher Zeitung, 4. Oktober 2008.</span>
</li>
<li id="cite_note-191"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-191">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://diepresse.com/home/kultur/medien/tvkritik/560567/Am-SchauplatzORF2_AlibiAktion-am-linken-Rand-"><i>„Am Schauplatz“ (ORF2): Alibi-Aktion „am linken Rand“</i></a>. DiePresse.com, 23. April 2010.</span>
</li>
<li id="cite_note-Hoffmann-192"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Hoffmann_192-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Karsten Dustin Hoffmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/169852/linksextremismus-im-spiegel-von-wissenschaft-und-publizistik"><i>Linksextremismus im Spiegel von Wissenschaft und Publizistik</i></a>, bpb.de, 1. Oktober 2013.</span>
</li>
<li id="cite_note-193"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-193">↑</a></span> <span class="reference-text">auch erschienen als Band 10237 der Schriftenreihe der <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/210437/linksextremismus-in-deutschland">bpb.de 2015</a>)</span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4136650-5">4136650-5</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh95005689">sh95005689</a></span> </div>
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